Erlebnis Wohnungssuche

Anzeigen – Makler – Vermieter – Hausverwalter

Das Erlebnis Wohnungssuche beginnt zum Teil schon beim Lesen kurioser und lustiger Wohnungsanzeigen. So stellt Stefan auf dem JOVELBLOG interessante Anzeigen ein, die ihm bei der Suche nach einem WG-Zimmer über den Weg gelaufen sind. Hierüber kann man aber vermutlich nur lachen, wenn man den "Marathon Wohnungssuche" hinter sich gebracht hat.

Die Top10 der Wohnungssuche einer jungen Frau in Berlin können in Playlita's Blog nachgelesen werden. Über zu kleine Badezimmer und winzige Küchen, sowie undefinierbaren Gestank in den zu besichtigenden Wohungen ist da alles dabei. Bei der Besichtigung einer Wohnung sollte man demnach nicht nur auf die Ausstattung und den Preis des Objektes, sondern unbedingt auch auf den Stadtteil achten. Die Suche nach einem neuen Apartment scheint also nicht nur in München und Hamburg, sondern auch in Berlin nicht so einfach zu sein.

Andere Wohnungssuchenden vergessen ihr eigentliches Anliegen, sobald sie dem Hausverwalter gegenüber stehen, so wie diese junge Mutter hier. Ein nettes Erlebnis, was wohl aus der Bekanntschaft geworden ist?  

Berichte von der Wohnungsfront und -suche in Stuttgart bietet der Blog Wohnungs-Wahnsinn. Hier wurden nicht nur die positiven und negativen Abenteuer mit Maklern und Vermietern veröffentlicht, sondern auch viele Tipps für die Suche des neuen Zuhauses gegeben. Die Schilderungen von Gastautoren zur Wohnungssuche sind genauso willkommen. 

Immobilienmarkt im Winter

Das Jahr nähert sich dem Ende und ich suche mit meiner Familie bereits seit zwei oder drei Wochen eine geeignete Immobilie, die unseren Anforderungen entspricht. Am liebsten würden wir, also ich, mein Mann und unsere kleine Tochter noch vor Weihnachten umziehen, doch gestaltet sich die Suche nach einer passenden Immobilie schwerer als gedacht. Der Immobilienmarkt im Winter ist unglaublich schlimm zu durchschauen und ich bin ehrlich enttäuscht davon, dass wir kaum Termine zur Besichtigung einer Wohnung oder aber eines Hauses erhalten.

Alle Makler sind im Weihnachtsstress und immer, wenn wir eine tolle Immobilie gefunden haben, die wir gerne besichtigen möchten, ist das Wetter auch noch so unfassbar schlecht, dass wir nicht einmal die Möglichkeit haben, uns den Garten oder die Umgebung der Immobilie anzusehen. Der Winter nervt mich in diesem Zusammenhang wirklich, ich ärgere mich sehr, denn dies ist nicht der einzige Grund dafür, dass der Immobilienmarkt im Winter einfach blöd ist. Ein weiterer und für meine Verständnisse wirklich wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass kaum Häuser oder Wohnungen um die Weihnachtszeit herum und generell im Winter nicht leer werden, keiner zieht aus und somit wird für uns auch kein tolles Haus frei!

Doch muss ich auch sagen, dass wir hohe Ansprüche haben, denn insbesondere weil jetzt Winter ist, wollen wir eine Immobilie mit Kamen und einem schönen Wintergarten, doch ich denke, dass wir noch ein bisschen weiter suchen müssen.

Erfahrungsbericht von Rainer K.

Wir schreiben das Jahr 2011, das Weihnachtsfest rückt immer näher und ich befinde mich gemeinsam mit meiner Freundin auf der Wohnungssuche. Da wir jetzt seit knapp drei Jahren in einer Beziehung sind, haben wir uns dazu entschlossen noch in diesem Jahr zusammenzuziehen. Dieses Vorhaben entpuppt sich jedoch jetzt als eine wirklich schwere Aufgabe, denn es ist wirklich alles andere als einfach Besichtigungstermine im Dezember zu bekommen.

Viele Eigentümer und auch Immobilienmakler stehen derzeit nicht für Termine zur Verfügung und bieten uns Besichtigungen ihrer Optik frühestens für den kommenden Januar an. Das ist uns eigentlich jedoch zu spät, da wir das anstehende “Fest der Liebe” schon gemeinsam in der neuen Wohnung feiern wollten. Am letzten Wochenende hatten wir dann doch das Glück zwei grundsätzlich geeignete Wohnungen besichtigen zu dürfen, doch die eine Wohnung entsprach nicht unseren Erwartungen, wobei die Maklerin auch sehr wenig Zeit hatte und nicht gut informiert war. Der zweite Besichtigungstermin war ironisch ausgedrückt jedoch noch “besser”, denn der Makler kam erst gar nicht, sodass uns der Zutritt zur leer stehenden Wohnung leider verwehrt blieb. Es scheint so als würde der Immobilienmarkt zu stark unter Weihnachtsstress stehen, wobei die Makler und Eigentümer lieber auf der Suche nach Geschenken als nach Nachmietern sind.

Wir werden die kommenden Tage jetzt auch lieber die Vorweihnachtszeit genießen und über den Weihnachtsmarkt schlendern und werden uns dem Projekt “Gemeinsame Wohnung” direkt im kommenden Jahr widmen!

Von Bern K. aus K.

Ich weiß gar nicht mehr, weshalb ich mich entschied, meine Wohnung zu kündigen. Es könnte der nie beseitigte Schimmelbefall gewesen sein. Vielleicht waren es auch die Handwerker, die am Nachbarhaus arbeiteten und mich (wie auch jeden anderen Anwohner) mit einem fröhlichen „Halt die Schnauze“ bedachten, wenn man sie bat, nach 21 Uhr das Bohren einzustellen.

Jedenfalls zog ich die Reißleine und begab mich auf Wohnungssuche. Ich lebte in Köln und musste feststellen, dass es fast unmöglich war, eine Wohnung in meiner Preisklasse zu finden, die über Annehmlichkeiten wie Innenbadezimmer, Zentralheizung oder heißes Wasser verfügte.

Dann schlug das Schicksal zu. Ich verließ nach einer weiteren ergebnislosen Besichtigung ein Hochhaus und wollte gerade zur S-Bahn, als mich ein Mann im grauen Anzug ansprach. „Sind Sie Herr Schneider?“ wollte er wissen. Der war ich zwar nicht, aber aus irgendeinem Grund antwortete ich: „Derselbige.“ Die Augen des Fremden leuchteten. „Dann kann die Besichtigung ja beginnen“, sprach der etwa 50-Jährige und führte mich in das benachbarte Gebäude.

Dort fuhren wir in den vierten Stock und ich betrachtete in der kommenden Stunde das luxuriöseste Apartment, das ich in meinem Leben jemals gesehen hatte. Ich tat sehr interessiert und schlug verschiedene „Verbesserungen“ vor. So meinte ich, die Wand zwischen Küche und Wohnzimmer müsse weg und auf den Balkon könne man einen Whirpool stellen. Der Makler war Feuer und Flamme. Ich versicherte ihm, ich würde am Montag kommen, um die Papiere zu unterschreiben.

Als wir die Wohnung verließen und wieder an der Straße standen, kam ein vornehm aussehender Herr auf uns zu. „Guten Tag, ich bin Herr Schneider“, stellte er sich vor. Im Nachhinein tut mir der Makler leid, aber der Schock in seinen Augen entschädigte mich in diesem Augenblick für meine katastrophale Wohnungssuche.

Von Rainer M.