Ein Umzug mit Hindernissen

Ein Umzug mit Haustieren ist eine lustige Sache

Wenn man in der Straßenbahn ein wenig auf die Gespräche der Menschen hört, bekommt man so manche lustige Sache zu hören. Da war zum Beispiel ein Mann, der erzählte von seinem letzten Umzug. Erst hatte er versehentlich den Auftrag an zwei Speditionen erteilt. Das konnte er klären, weil es ein Tausch war und sein Tauschpartner noch auf der Suche nach einem Umzugsunternehmen war.

Dann muss es beim Packen und Zerlegen der Möbel ein ziemliches Chaos gegeben haben. Die Leute rundherum haben herzlich gelacht, als er so richtig schön bildhaft beschrieben hat, wie sie tagelang über die Kisten und Brettern haben klettern müssen. Irgendjemand muss wohl auch nicht richtig auf den Kalender geguckt haben, denn das Telefon wurde eine Woche vor dem geplanten Termin schon abgeschaltet. Hm, man sollte sich eben doch eine Checkliste für den Umzug machen, wenn nichts schiefgehen soll.

Aber am amüsantesten war wohl der Umzugstag selbst. Als die Möbelpacker mit dem LKW weg waren, war plötzlich auch seine Katze verschwunden. Sie haben sie stundenlang gesucht und vermutet, dass sie sich in einem der Körbe oder Kartons versteckt hat. Aber gefunden haben sie den Vierbeiner nicht. Dann haben sie Freunde losgejagt. Man hört ja öfter einmal, dass gerade Katzen wieder nach Hause finden, egal wo sie ausgesetzt werden. Aber am alten Haus war sie auch nicht.

Schallendes Gelächter in der halben Bahn gab es, als der Mann dann noch berichtet hat, dass seine Katze am nächsten Morgen den LKW-Fahrer erschreckt hat. Als der die Türen zum Container bei einem anderen Kunden aufgemacht hat, funkelten ihm zwei leuchtende Augen entgegen. Er hat sie dann in einen Karton eingesperrt und den Mann angerufen, damit er sie sich abholen kann. Fazit: Fremde Unterhaltungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind manchmal viel lustiger als die beste Sketch-Sendung im Fernsehen.

Auch Muskelmänner haben ihre Schwächen

Wer mag schon gerne in eine neue Stadt umziehen? Peter und Anja nicht. Kein Wunder, schließlich ist es ihr 3. Umzug in ebenso vielen Jahren. Sie verlieren wieder alle Freunde und müssen sich in eine neue stadt einfinden. Und nicht zu vergessen, der stressige Umzug selbst.

Die letzten beiden Male haben Peter und Anja immer einen Kleinbus gemietet und sind mit der Hilfe von Freunden selbst umgezogen. Aber die neue Wohnung ist diesmal im 5. Stock und die beiden haben den Umzugsstress satt. Also beauftragen sie zum ersten Mal ein Umzugsunternehmen für den kompletten Umzug.

Im Internet ist schnell ein Umzugsunternehmen gefunden. Pünktlich stehen die bestellten Umzugshelfer am letzten Tag in der alten Wohnung vor der Türe. Die 3 Kerle sind muskelbepackt und tragen ganz professionell einen Blaumann. Anja denkt sich, daß denen sicher nichts zu schwer ist, während ihr Peter immer über Rückenschmerzen klagt.

Die großen Kerle haben ihren großen Umzugslaster dabei und laden die gepackten Umzugskartons ein. Die Arbeit geht flott voran und niemand scheint außer Atem zu kommen. Untereinander prahlen die 3 Muskelmänner, welche Gewichte sie im Fitnessstudio beim Bankdrücken stemmen. Dabei rennen sie die Treppen in den 2. Stock geradezu hoch und herunter.

Als nur noch 3 Umzugskartons übrig sind, lachen sich die Umzugshelfer an: "Was für ein einfacher Auftrag", sagt der Große mit dem Kinnbart zum Glatzköpfigen. Jeder packt sich einen der 3 Kartons, doch dann passiert es. Der Kinnbärtige lässt seinen Karton fallen, schreit auf und hält sich den Rücken. "Was ist denn los, Klaus?", fragt der Glatzkopf. "Scheisse Egon, ich habe nen Hexenschuss!"

"Was zum Teufel ist denn in dem Karton drin?" fragt Egon grinsend. "Da steht was von Büchern drauf", heult Klaus. Egon lacht laut auf "Bücher! Du lässt dich von ein paar Büchern fertig machen". Er geht zu Klaus Karton und hebt ihn um zu zeigen, wie das geht. Man hört einen Aufschrei und das dumpfe Aufschlagen des Kartons auf dem Boden. Jetzt hält sich auch Egon den Rücken.

"Bücher sind eben nichts für Muskelprotze", denkt sich Anja schmunzelnd.

Katze entlaufen beim Umzug

Katzenjammer beim Umziehen

Melanie ist Tierfreundin. Ihr Mann Sören kann Tiere nicht ausstehen. Trotzdem gesteht er ihr eine Hauskatze zu, ein schwarz weißer Stubentiger namens Molly. Die Katze macht  mit ihrem Gewicht ihrem Namen alle Ehre. Bei Melanie mangelt es der dicken Molly eben an nichts. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Molly eines Tages verschwindet.

Zum Beispiel an dem Tag, als die beiden umziehen müssen, weil Sören eine neue Arbeitsstelle antreten will. Sie brauchen bis Mittag, um mit ihren Freunden die Umzugskartons in den Mietbus zu laden. Molly findet den vielen Trubel sehr spannend und schaut sich alles genau an. Als sie die Waschmaschine heruntertragen stolpert Sören beinahe über die Katze.

Aber als dann alles verladen ist, ist die Katze unauffindbar. Melanie und Sören rufen sich die Kehle heiser und suchen jeden Winkel der leeren Wohnung ab. Melanie ist am Verzweifeln. Aber es hilft nichts, sie müssen heute noch alles in die neue Wohnung verladen und den Bus zurückgeben. Melanie will am späten Abend zurückkommen und weitersuchen.

Sie brauchen auch bis zum Abend mit dem Einräumen und sind ziemlich geschafft nach dem ganzen Umzugsstress. Aber Melanie kann jetzt unmöglich ausruhen – Molly fehlt! Sören hat absolut kein Verständnis für den Katzenjammer und will lieber die Betten zusammenbauen. Also macht sich Melanie alleine auf den Weg zur alten Wohnung.

Sie sucht und ruft und fragt bei allen Nachbarn. Es gibt keine Spur von Molly. Melanie ist den Tränen nahe, als ihr Handy klingelt. Sören hat Molly gefunden. Die Katze hat es sich in der Sockenschublade in der Kommode bequem gemacht. Sie schnurrte und war kaum herauszubewegen, zumal sie die Schublade komplett mit ihrem Körper ausfüllte.

Vorsicht zerbrechlicher Umzug

Steffi zieht um – mit Mülltüten

Steffi zieht um in eine neue Stadt. Ihre Wohnung im 4. Stock muss ausgeräumt werden. Dazu hat sie 5 Freunde "eingeladen".

Ihre Freunde staunen nicht schlecht, als sie die Wohnung betreten. Die Wohnung ist leer, alle Sachen sind schon schön verpackt. Aber Umzugskartons sind keine zu sehen. Steffi hat ihr ganzes Hab und Gut in 60 Liter Mülltüten gepackt.

Ralf spricht aus, was alle denken: "Steffi, ist das dein Ernst? Was ist den in den Mülltüten drin?"
Steffi erwidert mit einem Achselzucken: "Na was wohl, Bücher, Spiele, Bilder, Vasen, Spiegel, Geschirr, …"
Ralf unterbricht entsetzt: "Vasen, Spiegel, Geschirr? Meinst Du nicht, daß das kaputt geht in den Tüten?"
Steffi: "Ach was, das machen wir immer so!"
Ralf: "Also gut…"

Eine Stunde später kennen die 5 Umzugshelfer jede einzelne Treppenstufe beim Namen, so oft sind sie die 4 Stockwerke hoch und herunter gelaufen. Das Hinuntertragen wird oft untermalt von Klirren und Geschepper. Die 5 Freunde grinsen sich an, doch Steffi lässt sich nichts anmerken.

Eine Woche später meldet sich Steffi per email aus der neuen Stadt bei ihren Umzugshelfern: "Vielen Dank nochmal fürs Helfen. Die Mülltüten waren vielleicht doch nicht so schlau. Wenn Scherben Glück bringen, dann habe ich jetzt ausgesorgt!"

Verrückte Umzüge

Auch professionelle Möbelpacker haben viel davon zu erzählen

Umzüge von Haushalten sind in Deutschland gang und gäbe, ziehen junge Menschen doch durchschnittlich nach 3,5 Jahren aus meist beruflichen Gründen schon wieder um. Der Umzug von einem ganzen Haus ist jedoch etwas Besonderes und so beobachteten viele Schaulustige, wie in diesem Jahr ein 123 Jahre altes, 6200 Tonnen schweres Gebäude in Zürich um ganze 60 Meter versetzt wurde, um der S-Bahn Platz zu machen. Das Umzugsunternehmen benötigte allein für die Planung 1 Jahr Vorbereitungszeit.

Im Sommer 2010 veröffentlichte die Bild Zeitung einen Artikel über einen lebensgefährlichen Umzug, der hier nachgelesen werden kann. Drei Personen vesuchten an diesem Tag vergebens, das Sofa übers Dach in die Wohnung zu bekommen. Die beiden Möbelpacker, die dabei nur von der wackligen Dachrinne gehalten wurden, können heute noch froh sein, dass sie bei dieser lebensgefährlichen Aktion scheinbar einen Schutzengel bei sich hatten.

Spektakuläre und verrückte Umzüge erleben aber auch professionelle Umzugspacker und zwar nicht zu wenig. So veröffentlichte der 48 jährige Möbelpacker Karsten Wollny in diesem Jahr sein Buch "Das Klavier in den fünften Stock, bitte!", in welchem er skurrile und witzige Anekdoten seiner 20 jährigen Laufbahn wiedergibt. Wer wissen möchte, wie er den Ehemann losgeworden ist, der sich mit aller Kraft an der Couch festhielt, die seine Noch-Frau ins neue Heim mitnehmen will, muss wohl das Buch lesen. 

Lustiger Umzug

Vergangene Woche sind wir umgezogen und mit drei Kindern ist das nicht “mal eben”. Ich gebe zu, dass ich dem Umzug sehr skeptisch gegenüber gestanden habe und starke Bedenken hatte. Daher bin ich bereits einige Monate zuvor damit angefangen, Überflüssiges wegzuwerfen und andere Dinge gut zu sortieren.

Der Tag der Tage kam und das Umzugsunternehmen hatte unsere Wohnung binnen ein, zwei Stunden komplett leer geräumt und wir sind guter Dinge mit unserem privaten Fahrzeug in den nächsten Ort gefahren – dort wartete unsere absolut neues Eigenheim auf uns. Es dauerte nicht lange und der LKW des Umzugsunternehmens stand vor der Tür und brachte Kiste um Kiste in die entsprechenden Zimmer. Kurz wunderte ich mich über die Schriftfarbe, aber der Gedanke war kurz und auch im Trubel schnell wieder vergessen.

Unsere Möbel waren natürlich nicht in Kartons verpackt und nachdem die starken Männer die Kartons in das Haus getragen hatten, bauten sie zunächst die Möbel in den Kinderzimmern, im Elternschlafzimmer, Büro und Wohnzimmer auf. Kaum zu glauben, aber am späten Nachmittag standen bereits die Möbel! Nach einer kurzen, aber dennoch sehr wohltuenden Kaffeepause entschieden wir uns dafür, nun endlich die Kisten auszupacken. Zugegeben – wir hatten nicht sehr viel Lust und Muße dazu, aber die Kinder benötigten ihre Schlafanzüge.

Ich musste mich beim Auspacken jedoch sehr wundern und schaute nicht schlecht als ich plötzlich schwarze Lackanzüge in der Hand hatte. Was sollte das? Und was sollten wir mit der Reiterpeitsche anfangen? Zum Glück waren die Umzugsherren noch nicht weg und konnten das (peinliche) Missverständnis schnell klären und noch am gleichen Abend bekamen wir unsere eigenen Kartons zurück!

Maren K. aus B.