Der Mensch verschläft durchschnittlich ein Drittel seines Lebens, meistens im eigenen Bett. Warum nicht mal Traditionen brechen und etwas erleben, wovon man dann am Tage erzählen und zehren kann? Schon als Kind ist es faszinierend, in fremden Betten zu übernachten, warum also nicht mal wieder jung sein und die Faszination des Neuen erleben. Wie wäre es mit einer Übernachtung im kleinsten Koffer der Welt? Klingt verrückt? Ist es auch, aber mit Sicherheit ein Erlebnis. Zu finden ist dieser Koffer in Chemnitz und bietet gerade mal Platz für ein Doppelstockbett, eine Toilette und ein Waschbecken.

Wem das zu normal ist, der sollte bei klirrender Kälte auf der Zugspitze die Nacht in einem Iglu verbringen, eingemummelt in Lammfelle, umgeben von Schnee und Eis. Mehr Abenteuer bietet die James-Bond-Kapsel in Holland. Erfunden hat dieses Kapselhotel der Abfallkünstler Denis Oudendijk. Die Kapseln dienten einst als Hochseerettungskapsel und sind jetzt, mit einfacher, künstlerischer Einrichtung ausgestattet, als Nachtlager für Abenteuerlustige verfügbar.

Für die richtigen Extrem-Schläfer bietet der Waldseilgarten Höllschlucht in Pfronten eine Holzplattform als schwebendes Bett, welches einfach in den Bäumen aufgehangen wurde. In sieben Meter Höhe sollte man seine Blase gut kontrollieren können, denn der Weg zum WC ist mit viel Anstrengung verbunden, je nach gewählter Übernachtungsvariante. Variante drei beinhaltet beispielsweise eine gut belüftete Schlafstätte in 300 Meter Höhe, hängend an einem Bigwall, also einer riesigen Felswand mit bis zu 2.000 Metern Höhe. Mehr oder weniger eine Nacht, wo es fraglich sein wird, ob man überhaupt Schlaf finden kann. Toller Ausblick, aber nichts für Schlafwandler.