Kennen Sie das auch? In einer Wohnungsanzeige steht: “Wohnung zu vermieten!”. Nun, das Internet vereinfacht die Suche nach der richtigen Wohnung, denn man kann ja schließlich schon aus der Ferne erkennen, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Da bietet sich einem mal ein schönerer, mal ein nicht so schöner Anblick! Man hört ja von all den Tricks, mit denen manche Vermieter arbeiten … .

Wenn zum Beispiel ein Foto viel zu dunkel abgelichtet ist, deutet das meist auf ein Schimmelproblem hin: Bei Dunkelheit ist ein schwarzer, gelber oder grüner Schimmel schließlich nicht leicht auszumachen, bei normalem Tageslicht dagegen schon!

Seit einiger Zeit aber tummeln sich auf den Online-Immobilienportalen die Angebote mit Wohnungen, die so sauber sind, dass sie geradezu in Weiß erstrahlen! Dazu wird vermerkt: “Frisch weiß gestrichen!”. Das ist doch etwas: Endlich ein Anbieter, der die Sorgen seiner potentiellen Kunden um etwaigen Schimmelbefall ernst nimmt! Keine schlechte Ausleuchtung der Wohnung, alles ist gut ersichtlich und stahlend weiß! Da denkt man doch gerne an die alte Persil-Werbung zurück … .

Da man sich natürlich eine so saubere und vermeintlich schimmelfreie Wohnung nicht durch die Lappen gehen lassen will, unterschreibt man also flink den Mietvertrag und freut sich, eine gute und weise Entscheidung getroffen zu haben! Man tut schließlich etwas für die Gesundheit, wenn man in eine schimmelfreie Wohnung zieht … .

Etwa ein halbes Jahr nach Einzug in die neue Wohnung kommt dann die Frage auf, warum es in den Ecken am Fenster auf einmal immer so duster aussieht … . Kommt dort nicht genug Licht hinein? Doch ein paar Wochen später wird klar: Ein Untermieter wohnt hier gratis! “Wer?” fragen Sie? Nun, es ist der, den man wohl am wenigsten erwartet hätte, in einer so weißen Wohnung: der Schimmel!