Kleinkrieg am Maschendrahtzaun

Wer sich auf Wohnungssuche befindet, sollte nicht nur das ausgewählte Objekt betrachten, sondern auch sehen, wer in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnt und wie man mit dem potentiellen Vermieter zurechtkommt, damit es nach Abschluss des Mietvertrages kein böses Erwachen gibt.

Viele Mieter befinden sich im Streit mit ihren Nachbarn, aber auch mit ihrem Vermieter, was zum Teil recht absurde Gründe hat, sich dann aber zum reinsten Psychokrieg entwickelt. Der deutsche Kleinkrieg am Maschendrahtzaun ist heutzutage sicherlich kein Einzelfall mehr. Stefan Raabs Song der "Maschendrahtzaun" schaffte es in den Charts sogar ganz nach vorn, jedoch vergeht vielen Gartenbesitzern bei diesem Thema das Lachen.

Viele Nachbarn streiten sich wegen Lappalien, wie beispielsweise zu lauter Musik, überhängenden Ängsten, Kinderlärm, Tiergeschrei, Parkplätzen und anderen Dingen. So wurde in der Nähe von Stuttgart ein Rentner zur Zielscheibe seiner Nachbarn, da er einen Hahn besitzt, der jeden Morgen schon zu früher Stunde kräht und damit den Schönheitsschlaf der anderen Anwohner stört. Der alte Mann wollte dem Frieden zuliebe sogar einlenken, erhielt jedoch keine Baugenehmigung für den geplanten, schalldichten Stall und wurde dann vor Gericht gezerrt. Ein Ende des Streits ist noch nicht in Sicht.

Die Liste der Gründe für Streitereien ist endlos lang. Es gibt tatsächlich Vermieter, die auf die Idee kommen, von ihren Mietern zu verlangen, die Mülltonne zu reinigen. Die Mülltonne ist für den Müll da, oder nicht?! Manche Dinge sollte man einfach überhören oder vielleicht doch den Vermieter entsorgen?!