Lustige Immobilienmakler

Immobilienmakler sind schon ein lustiges Folk. Vom Hörensagen oder aus diversen Fernsehsendungen bekommt man ein sehr seriöses Bild verkauft. Wenn man solche Persönlichkeiten dann persönlich trifft, wird man enttäuscht, verwirrt oder einfach nur erheitert. Zumindest manchmal. Es mag ja sein, dass Immobilienmakler, die kostspielige Anwesen für reiches Klientel verkaufen, diesem Werbebild entsprechen. Doch meine Erfahrungen waren teilweise fragwürdig bis unterhaltsam. Wenn man beispielsweise mit Wohnungsmaklern zu tun hat, die man meist nicht selbst bezahlen muss, fragt man sich ernsthaft nach dem Sinn eines Maklerdaseins.

Bei unserer Wohnungssuche haben wir uns so gut es ging vorbereitet und wichtige Fragen per Telefon geklärt. Wenn man die Wohnung dann das erste Mal sieht, hat man doch die eine oder andere Frage. Gerade bei solchen Wohnungsmaklern stellt man oft fest, dass sie ziemlich ahnungslos sind. Auf die Fragen nach einem Keller, nach Hundehaltung oder DSL-Anschluss kam nicht selten ein nichts sagendes Kopfkratzen gefolgt von „Ja, das müsste kein Problem sein“.
Ein Wohnungsmaklern ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Die vorgestellte Wohnung hat uns zwar nicht zugesagt, doch der gute Herr war ganz bemüht. Als wir alles gesehen hatten und uns verabschiedeten, reichte er uns eine kleine „Geschenktüte“ und wünschte uns alles Gute. Draußen angekommen holten wir aus der Plastiktüte eine Probepackung Gummibärchen, Buntstifte, die Kontaktdaten des Maklers und einen kleinen lila Stempel mit der Aufschrift „Peter“. Etwas verwirrt und leicht amüsiert gingen wir nach Hause.

Hier eine sehr schöne Parodie auf den Beruf des Immobilienmaklers:

Oder der netter Vertreter seiner Zunft, der dies hier anpreist:

Und ein Klassiker von Ikea muss natürlich auch dabei sein:

Lustige Hotel Geschichte

Letztes Jahr musste ich für zwei Tage geschäftlich nach Berlin reisen. Da meine geschäftlichen Angelegenheiten nachmittags zu Ende waren, kam ich früh wieder ins Hotel zurück. Dort beschloss ich, im Hotelpool schwimmen zu gehen. Das war angenehm und erfrischend. Außer mir war nur noch eine junge Frau im Pool, die mir freundlich zulächelte. Kurz darauf verschwand sie in der Umkleidekabine. Nach dem Schwimmen ging ich aufs Zimmer, zog mir etwas Saloppes an und ging in das Hotelrestaurant. Es war fast voll, nur an einem Tisch saß nur eine einzelne Person. Als ich herantrat, um zu fragen, ob ich mich mit an den Tisch setzen könne, verharrte ich plötzlich etwas verdutzt. Es war die junge Frau aus dem Swimmingpool. Sie lächelte mich wieder an und bot mir gleich an Platz zu nehmen. Nach einer kurzen Vorstellung und allgemeinen Floskeln kamen wir schnell in ein amüsantes Gespräch über Gott und die Welt. Da sie auch gerne Wein trank, leerten wir zusammen zwei Flaschen. Der Alkohol führte uns allmählich zu vertrauteren Themen wie Beziehungen und Lebensumstände. Da sie kaum einen Moment ausließ, um mir Komplimente zu machen, was ich für schöne Hände hätte, sie fände ältere Männer interessant, ich sei nett und hätte gepflegte Umgangstöne, war mir klar, wir gehen nachher beide zu mir aufs Zimmer. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und wollte gerade den Vorschlag machen, als sie den Ober rief und ihre Rechnung beglich. Dann sagte sie mir, dass es ein unglaublich netter Abend für sie war, aber sie müsse jetzt gehen, ihr Mann wartet mit den Kindern zu Hause. Ich musste wohl schlucken und bedankte mich ebenfalls für den netten Abend, der nur etwas anders endete als ich mir vorstellte.