Kulturgüter im Internet

Ist das nicht toll, so einen richtig schnellen Internetanschluss zu haben? Schon innerhalb weniger Minuten is da das neue Linux flink heruntergeladen! Doch nicht nur das Herunterladen macht damit Spaß, nein, ebenfalls Videochats laufen auf einmal viel ruckelfreier als vorher, aufgrund der gleichsam höheren Hochladegeschwindigkeit natürlich.

Während wir jetzt gerade in Deutschland die Umstellung auf VDSL erleben, die uns nach und nach ermöglicht, Fernsehen, Telefon und Internet über das gute, alte Telefonkabel zu empfangen, sieht es nicht überall auf der Welt so gut aus, was die Internetversorgung anbetrifft!

In manchen Gebieten sind die Festnetzleitungen zudem eher unverlässlich, ganz besonders dort, wo die Natur sich nicht ganz so sehr von ihrer ‘Schokoladenseite’ zeigt! In Deutschland zählt man nur äußerst wenige dramatische Überflutungen, Stürme oder Erdbeben, jedoch anderswo sind Naturkatastrophen häufiger anzutreffen.

Mobilfunknetze erfreuen sich in jenen Gegenden sehr großer Beliebtheit, auch wenn der UMTS-Empfang bekanntlich bei jeder Schlechtwetterfront gestört werden kann! Können sich die Menschen in unserem Land nicht wirklich glücklich schätzen, wie gut doch vergleichsweise unser Kommunikationsnetz funktioniert?

Wir können mit Höchstgeschwidigkeit ins Internet gehen, ob per DSL oder UMTS, und es gibt fast keinen Ort (außer vielleicht der Badewanne), an dem wir auf einen Computer noch verzichten müssten! Immer erreichbar zu sein kann aber auch zur Last werden, weswegen der schlaue Nutzer dann wiederum vorsorgliche Vorkehrungen trifft, um nicht mitten in der Nacht plötzlich von einem Telefonklingeln, oder so etwas Ähnlichem, aus dem Schlaf gerissen zu werden.

Das einzig mögliche Problem mit den deutschen Datenleitungen liegt also offenbar nicht in der Qualität der Anschlüsse oder der Datenübertragungen! Die bestehende Problematik zeigt sich dem Datenschützer wohl viel deutlicher als dem ‘Ottonormalbürger’. Jeder Bundesdeutsche kann vom Internet zwar so Gebrauch machen, wie es ihm passt, dennoch gibt es da nicht irgendwo Grenzen?

Beispielsweise das Kopierschutzrecht bedingt, dass manche Musikvideos, die auf MTV sonst dauernd gespielt werden, in anderen Ländern auf diversen Internetportalen frei anzuschauen sind, während in Deutschland, wie auch im Internet bei Youtube, nur freundlich darauf hingewiesen wird, die ‘GEMA’ sei für das schwarze Bild verantwortlich: Das Video wird hier, in Deutschland, einfach nicht gespielt! Ist nicht Musik eigentlich mehr ein Kulturgut denn ein Handelsprodukt? Patente können zwar nach einiger Zeit verjähren, doch Musik darf auch nach Jahrzehnten nicht einmal kostenlos angehört werden?

Die sogenannte ‘digitale Rechteverwaltung’ ist offensichtlich dabei, die Grundpfeiler unserer Kultur, sprich u.a. Bild und Ton, ohne zeitliche Begrenzung kommerziell zu nutzen, auch wenn dadurch ihr gesamtkultureller Zusammenhang dabei ins Hintertreffen gerät … . Ist nicht zum Beispiel Musik, die nicht jeder sich frei anhören kann, aus welchem Grund auch immer, eigentlich im Begriff, aus dem Gedächtnis der Menschheit zu verschwinden?

Radiosender spielen viele Lieder nicht mehr oft, sobald die Songs ihren Status als ‘aktuell’ verloren haben. Was wird denn bloß mit all der Musik, die wegen ihres Kopierschutzrechtes keinen freien und kostenlosen Zugang erlaubt, und überdies so gut wie nie mehr in den Medien auftaucht?

Genauso wie in der modernen Gesellschaft das Wegwerfen von Verpackungen schon zum Alltag gehört, werden im selben Moment auch Kulturgüter, von Filmen über Musik bis hin zu Schriftstücken, einfach sich selbst überlassen: Kopierschutzrecht verhindert leider den freien, kostenlosen öffentlichen Zugang, und so bleibt es nur die Erinnerung von Zeitzeugen, in der manches Werk überhaupt noch eine Bedeutung hat! Auf diese Weise gelangen Kulturgüter landfristig sozusagen aufs ‘Abstellgleis’, was heißt, dass sie keine kulturelle Bedeutung mehr haben.

Wie sich unschwer erkennen lässt, sind die heutigen Internetzugänge bemerkenswert, denn jegliche Medien (Bild, Ton und Text) lassen sich mit ihrer Hilfe schnell aufrufen! Wichtig für ihren Nutzwert sind aber auch gesamtgesellschaftliche Faktoren, denn einen Selbstzweck hat das Internet an sich schließlich nicht, es dient lediglich der Kommunikation und der kulturellen Entfaltung. Kommt vielleicht der kulturellen Aufgabe des Internets doch mehr Bedeutung zu, als sich zu Anfang hätte vermuten lassen?

Das Internet könnte in Zukunft lobenswert einen freien Informationsaustausch ermöglichen, und dabei die Kulturelle Vielfalt aufrechtzuerhalten helfen. Alle Medien, von Büchern bis hin zu Filmen und Musik, könnten, sagen wir ab 10 Jahren nach ihrer Veröffentlichung, nunmehr kostenlos über das Internet angeboten werden, was wiederum dazu beitragen täte, die ihnen gebührende kulturelle Bedeutung weiterhin zu ermöglichen!

Wer gerne das Ganze als Geschenk, professionell auf einem Datenträger verewigt, haben möchte, der müsste dafür dann allerdings auch Geld zahlen … . Außerdem könnte ja auch jeder über einen eventuell vorhandenen Link eine Geldspende an seine Lieblingsmedienfirma tätigen, um einfach, dem freien Medienangebot wegen, ein ‘Dankeschön’ loszulassen!

Breitband!

Eine Wohnung hat mehrere Zwecke. Sie soll als schützende Behausung dienen, vor Hitze, Kälte, Wind und Regen bewahren. Außerdem betrachten manche Leute ihre Wohnung sogar als ein Statussymbol. Es gibt sicher noch vieles Weiteres, was man mit einer Wohnung in Verbindung bringt!

Die Leute kaufen Wohnungen, mieten sie … , doch was wollen sie von ihrer Wohnung? Warum bevorzugen sie eine Wohnung der anderen? – Unzählige Gründe sind es wohl!

Die Nachbarschaft in einer Gegend ist vielleicht ruhiger als die in einer anderen, die Verkehrsanbindung ist günstiger oder eben ungünstiger gelegen … . Aber man möchte es kaum glauben: Es gibt noch ein Kriterium, das unbedingt Aufzählung verlangt!

In unserer modernen, hochtechnisierten Zeit nutzen wir immer mehr nicht nur Zeitung, Radio und Fernsehen, sondern auch das Internet und somit unseren Computer.

Wir chatten, schreiben Emails, tätigen Einkäufe usw. . Alles, was mit Technik und Medien zu tun hat, ist heutzutage über den Computer und das Internet verfügbar! Man kann sich geografische Karten anschauen, den Urlaub planen … .

Verwundert es da, wenn ein potentieller Mieter schon vor Unterschrift des Mietvertrages die Frage äußert: “Und wie sieht es mit der Internetanbindung aus? Wie hoch ist die verfügbare Bandbreite in der Wohnung?” ?

Ja, so ist es, im 21. Jahrhundert entscheidet sehr wohl auch die  Qualität des Internetzugangs über die Wohnqualität insgesamt!