Immobilienmakler sind schon ein lustiges Folk. Vom Hörensagen oder aus diversen Fernsehsendungen bekommt man ein sehr seriöses Bild verkauft. Wenn man solche Persönlichkeiten dann persönlich trifft, wird man enttäuscht, verwirrt oder einfach nur erheitert. Zumindest manchmal. Es mag ja sein, dass Immobilienmakler, die kostspielige Anwesen für reiches Klientel verkaufen, diesem Werbebild entsprechen. Doch meine Erfahrungen waren teilweise fragwürdig bis unterhaltsam. Wenn man beispielsweise mit Wohnungsmaklern zu tun hat, die man meist nicht selbst bezahlen muss, fragt man sich ernsthaft nach dem Sinn eines Maklerdaseins.

Bei unserer Wohnungssuche haben wir uns so gut es ging vorbereitet und wichtige Fragen per Telefon geklärt. Wenn man die Wohnung dann das erste Mal sieht, hat man doch die eine oder andere Frage. Gerade bei solchen Wohnungsmaklern stellt man oft fest, dass sie ziemlich ahnungslos sind. Auf die Fragen nach einem Keller, nach Hundehaltung oder DSL-Anschluss kam nicht selten ein nichts sagendes Kopfkratzen gefolgt von „Ja, das müsste kein Problem sein“.
Ein Wohnungsmaklern ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Die vorgestellte Wohnung hat uns zwar nicht zugesagt, doch der gute Herr war ganz bemüht. Als wir alles gesehen hatten und uns verabschiedeten, reichte er uns eine kleine „Geschenktüte“ und wünschte uns alles Gute. Draußen angekommen holten wir aus der Plastiktüte eine Probepackung Gummibärchen, Buntstifte, die Kontaktdaten des Maklers und einen kleinen lila Stempel mit der Aufschrift „Peter“. Etwas verwirrt und leicht amüsiert gingen wir nach Hause.