Ein Umzug mit Hindernissen

Ein Umzug mit Haustieren ist eine lustige Sache

Wenn man in der Straßenbahn ein wenig auf die Gespräche der Menschen hört, bekommt man so manche lustige Sache zu hören. Da war zum Beispiel ein Mann, der erzählte von seinem letzten Umzug. Erst hatte er versehentlich den Auftrag an zwei Speditionen erteilt. Das konnte er klären, weil es ein Tausch war und sein Tauschpartner noch auf der Suche nach einem Umzugsunternehmen war.

Dann muss es beim Packen und Zerlegen der Möbel ein ziemliches Chaos gegeben haben. Die Leute rundherum haben herzlich gelacht, als er so richtig schön bildhaft beschrieben hat, wie sie tagelang über die Kisten und Brettern haben klettern müssen. Irgendjemand muss wohl auch nicht richtig auf den Kalender geguckt haben, denn das Telefon wurde eine Woche vor dem geplanten Termin schon abgeschaltet. Hm, man sollte sich eben doch eine Checkliste für den Umzug machen, wenn nichts schiefgehen soll.

Aber am amüsantesten war wohl der Umzugstag selbst. Als die Möbelpacker mit dem LKW weg waren, war plötzlich auch seine Katze verschwunden. Sie haben sie stundenlang gesucht und vermutet, dass sie sich in einem der Körbe oder Kartons versteckt hat. Aber gefunden haben sie den Vierbeiner nicht. Dann haben sie Freunde losgejagt. Man hört ja öfter einmal, dass gerade Katzen wieder nach Hause finden, egal wo sie ausgesetzt werden. Aber am alten Haus war sie auch nicht.

Schallendes Gelächter in der halben Bahn gab es, als der Mann dann noch berichtet hat, dass seine Katze am nächsten Morgen den LKW-Fahrer erschreckt hat. Als der die Türen zum Container bei einem anderen Kunden aufgemacht hat, funkelten ihm zwei leuchtende Augen entgegen. Er hat sie dann in einen Karton eingesperrt und den Mann angerufen, damit er sie sich abholen kann. Fazit: Fremde Unterhaltungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind manchmal viel lustiger als die beste Sketch-Sendung im Fernsehen.

Katze entlaufen beim Umzug

Katzenjammer beim Umziehen

Melanie ist Tierfreundin. Ihr Mann Sören kann Tiere nicht ausstehen. Trotzdem gesteht er ihr eine Hauskatze zu, ein schwarz weißer Stubentiger namens Molly. Die Katze macht  mit ihrem Gewicht ihrem Namen alle Ehre. Bei Melanie mangelt es der dicken Molly eben an nichts. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn Molly eines Tages verschwindet.

Zum Beispiel an dem Tag, als die beiden umziehen müssen, weil Sören eine neue Arbeitsstelle antreten will. Sie brauchen bis Mittag, um mit ihren Freunden die Umzugskartons in den Mietbus zu laden. Molly findet den vielen Trubel sehr spannend und schaut sich alles genau an. Als sie die Waschmaschine heruntertragen stolpert Sören beinahe über die Katze.

Aber als dann alles verladen ist, ist die Katze unauffindbar. Melanie und Sören rufen sich die Kehle heiser und suchen jeden Winkel der leeren Wohnung ab. Melanie ist am Verzweifeln. Aber es hilft nichts, sie müssen heute noch alles in die neue Wohnung verladen und den Bus zurückgeben. Melanie will am späten Abend zurückkommen und weitersuchen.

Sie brauchen auch bis zum Abend mit dem Einräumen und sind ziemlich geschafft nach dem ganzen Umzugsstress. Aber Melanie kann jetzt unmöglich ausruhen – Molly fehlt! Sören hat absolut kein Verständnis für den Katzenjammer und will lieber die Betten zusammenbauen. Also macht sich Melanie alleine auf den Weg zur alten Wohnung.

Sie sucht und ruft und fragt bei allen Nachbarn. Es gibt keine Spur von Molly. Melanie ist den Tränen nahe, als ihr Handy klingelt. Sören hat Molly gefunden. Die Katze hat es sich in der Sockenschublade in der Kommode bequem gemacht. Sie schnurrte und war kaum herauszubewegen, zumal sie die Schublade komplett mit ihrem Körper ausfüllte.