Lustige Hotel Geschichte

Letztes Jahr musste ich für zwei Tage geschäftlich nach Berlin reisen. Da meine geschäftlichen Angelegenheiten nachmittags zu Ende waren, kam ich früh wieder ins Hotel zurück. Dort beschloss ich, im Hotelpool schwimmen zu gehen. Das war angenehm und erfrischend. Außer mir war nur noch eine junge Frau im Pool, die mir freundlich zulächelte. Kurz darauf verschwand sie in der Umkleidekabine. Nach dem Schwimmen ging ich aufs Zimmer, zog mir etwas Saloppes an und ging in das Hotelrestaurant. Es war fast voll, nur an einem Tisch saß nur eine einzelne Person. Als ich herantrat, um zu fragen, ob ich mich mit an den Tisch setzen könne, verharrte ich plötzlich etwas verdutzt. Es war die junge Frau aus dem Swimmingpool. Sie lächelte mich wieder an und bot mir gleich an Platz zu nehmen. Nach einer kurzen Vorstellung und allgemeinen Floskeln kamen wir schnell in ein amüsantes Gespräch über Gott und die Welt. Da sie auch gerne Wein trank, leerten wir zusammen zwei Flaschen. Der Alkohol führte uns allmählich zu vertrauteren Themen wie Beziehungen und Lebensumstände. Da sie kaum einen Moment ausließ, um mir Komplimente zu machen, was ich für schöne Hände hätte, sie fände ältere Männer interessant, ich sei nett und hätte gepflegte Umgangstöne, war mir klar, wir gehen nachher beide zu mir aufs Zimmer. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und wollte gerade den Vorschlag machen, als sie den Ober rief und ihre Rechnung beglich. Dann sagte sie mir, dass es ein unglaublich netter Abend für sie war, aber sie müsse jetzt gehen, ihr Mann wartet mit den Kindern zu Hause. Ich musste wohl schlucken und bedankte mich ebenfalls für den netten Abend, der nur etwas anders endete als ich mir vorstellte.

Eingesendet von Martin. M.
Seit Monaten war ich auf der Suche nach einem Haus, doch alle Objekte, die ich mir angeschaut hatte, waren entweder zu groß, zu klein, zu teuer, zu baufällig oder zu weit außerhalb. So machte ich mir auch nicht besonders viele Hoffnungen, als ich die Anzeige in der Zeitung las: „Verkaufe Schmuckstück im Herzen der Stadt.“ Außer einer Telefonnummer gab es keine anderen Angaben. Ich rief an und hatte eine ältere Dame am Apparat, die mir die Straße nannte. Ihre Stimme klang traurig als sie sagte, dass es ihr schwer fiele, sich von ihrem Haus zu trennen, aber dass sie aus gesundheitlichen Gründen in ein Pflegeheim ziehen müsste.

Als ich durch die Straße fuhr, in der das Haus stand, hatte ich auf Anhieb ein gutes Gefühl, doch der Anblick des Hauses versetzte mir einen Schock. Der Putz von der Fassade war an mehreren Stellen abgebröckelt, die Fenstergläser waren milchig, die Holzrahmen marode, und das Dach schien mir auf den ersten Blick auch undicht zu sein. Als ich durch den verwilderten Garten ging, wollte ich eigentlich schon umdrehen, aber dann öffnete sich die Haustür und die ältere Frau schaute mich erwartungsvoll an. Sie bat mich herein und mir blieb nichts anderes übrig, als ihr zu folgen. Das Haus war vollgestellt mit Nippes, alten Gemälden und Platzdeckchen; die typische Einrichtung einer älteren Frau. Während ich durch die Räume geführt wurde, überkam mich immer mehr das Gefühl, dass ich mich hier wohlfühlen könnte. Ich betrachtete die alten, abgenutzten Dielen und stellte mir vor, wie das Haus aussehen könnte, wenn ich die Dielen abschleifen ließe. Die Zimmer waren behaglich und der Garten könnte tatsächlich mit ein wenig Arbeit zum Schmuckstück werden. Als die alte Frau mir den Preis nannte, den sie haben wollte, verschlug es mir die Sprache: Er lag weiter unter dem, was ich bereit war zu zahlen. Ich sagte sofort zu, das Haus kaufen zu wollen und dachte daran, dass ich als allererstes die hässlichen Stillleben entsorgen würde, ehe ich mich an die Renovierungsarbeiten machte.

Einige Wochen später, als ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen wollte, hielt mich meine beste Freundin, die in einer Kunstgalerie arbeitete, glücklicherweise davon ab: Sie erkannte, dass die Bilder von einem mir unbekannten Künstler waren und vermutlich ein kleines Vermögen wert waren. Da ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, die ehemalige Eigentümerin in Unkenntnis zu lassen, rief ich im Pflegeheim an. Mir wurde mitgeteilt, dass die alte Dame mittlerweile gestorben war und es keine lebenden Verwandten gab. Somit war ich nicht nur Besitzerin eines schmucken Hauses, sondern auch von Bildern, durch die ich mir erstmal in finanzieller Sicht keine Sorgen mehr machen musste.

Ferienimmobilien Geschichte

Ich steige ins Auto und fahre zur Uni.

Muss meine Freundin abholen und darf dann 750 km in ein kleines verschlafenes Dörfchen
in Baden-Württemberg brettern. Auf die Hochzeit Ihrer besten Freundin, die natürlich am gleichen Tag stattfinden muss. In Gedanken stelle ich mir schon eine Truppe Trachtenträger vor, die mit Ihrer Dorfkapelle den nächsten Trauerfall auf den eigenen Hof musizieren. Nee, Hochzeit, so war’s.

Nach einigen Streits auf der Autobahn wird auch das Radio nicht mehr eingeschaltet. Meine Freundin redet seit zehn Minuten. Ich höre nicht hin. Schaue aus dem Fenster und mir erscheint das Abfahrtsschild.
Klingt nach Ausland. Meine Stimmung könnte nicht besser sein.

Nachdem wir nach geschlagenen zwei Stunden – durch die Braut per Telefon navigiert – an unserer Ferienwohung angekommen waren, empfing uns ein schönes Bauwerk mit einladendem Garten.
Wir bezogen unser schmuckes Büdchen und richteten das zweite Zimmer für zwei weitere mir unbekannte Gäste der Hochzeit her.
Wurden uns von der Braut auf’s Auge gedrückt.
Wohl wegen der langen Telefoniererei.

Diese kamen auch alsbald, ich saß auf dem Lokus. Groß.
Die Stimmen machten mich nervöus und ich brach ab.
Spülung gedrückt und schnell Hände gewaschen.

Beim Herumdrehen trat ich in eine große Pfütze. Es roch nicht gut. Ich schrie nach meiner Freundin.
Sie dachte ich werde älter wie der Mann in der Fernsehwerbung, der so doof schreit.

Beim Ihrem Hereinkommen war klar, dass Sie die 750 km zurückfahren würde.
Direkt. Und ohne Hochzeit.