Dach decken

Noch haben wir nicht Sommer. Sobald aber die Hitze wieder aus allen Poren der Hausbewohner herausläuft, dann steht fest: Es ist Sommer! Wer sein eigenes Haus hat, der steht sowieso alle paar Jahrzehnte vor der Wahl: “Was für Dachziegel will ich?”. Schließlich muss ein Haus ja auch dann und wann wieder neu gedeckt werden!

Neben Überlegungen, die neue Technologien, wie zum Beispiel Solarzellen, mit ins Konzept einbeziehen, kann jedoch auch ganz klassisch gedacht werden: Dachziegel gibt es ganz einfach in mehreren Farben! Der eine entscheidet sich dann für dunkle Farben wie Braun oder Schwarz, der andere bevorzugt hingegen eher ein leuchtendes Rot … .

Natürlich ist es einerseits reine Geschmackssache, wie man sein Dach so belegen lassen möchte, denn es nimmt ja auch nicht jeder Wurst und Käse auf sein Brot! Andererseits aber hat selbst die Dachfarbe an sich einen direkten Einfluss auf die Wohnqualität! – Wie geht das überhaupt?

Klar, Farben beeinflussen den Menschen auch psychologisch. Wenn jetzt aber einmal hiervon abgesehen wird, gibt es da noch etwas: Stichwort Wärme! Ein dunkelbraunes Dach wird bei Sonnenschein beispielsweise merklich wärmer als ein hellrotes Dach, was am unterschiedlichen Absorptionsverhalten der Farben liegt. Eine dunkle Farbe absorbiert eben mehr Licht, das dann zu Wärme quasi ‘umgewandelt’ wird, als eine helle Farbe!

Im Winter ist es so im Haus ein bisschen wärmer, solange die Sonne scheint, wenn das Dach dunkel gedeckt ist, während ein helles Dach im Winter leider nicht ganz so viel Wärme spendet. Im Sommer dagegen, wenn die Sonne viel kräftiger strahlt als im Winter, bleibt ein helles Dach deutlich kühler als ein dunkles Dach! Ist es unter diesem Aspekt nicht einleuchtend, lieber ein helles Dach haben zu wollen, ganz besonders im Sommer?

Täte man Häuser nicht weiß streichen, sondern schwarz, dann wären sie im Winter zwar sparsamer im Heizen, da die gesamte Fassade etwas wärmer würde, jedoch im Sommer wären es wahre ‘Backöfen’, wo dann die Köpfe der Bewohner vor Hitze die Röte reifer Tomaten zeigten!

Häuser von außen dunkel zu gestalten, das scheint im Sommer unpassend zu sein, im Winter könnte es jedoch nicht schaden … . Wie man sich selbst beim nächsten Dachdecken letztendlich entscheidet, das will wohl weise entschieden werden!

Helle Kleidung im Mai!

Zuerst fängt das Jahr an, und es ist noch kalt draußen! Dann kommt langsam immer mehr die Sonne zum Vorschein, es wird wärmer, die Blumen sprießen … . Anfang Mai beginnt dann eine Zeit, in der der Winter nur noch mit kaltem Wind präsent ist, der Frühling in voller Blüte steht, und der Sommer schon in jedem Sonnenstrahl zu spüren ist, kurzum: eine turbulente Zeit!

Jetzt, um diese Zeit des Jahres, gibt es wieder deutschen Spargel zu kaufen, und auch so manches andere Gemüse ist wieder frisch am Wochenmarkt erhältlich. Für die Pflanzen ist es die beste Zeit des Jahres, selbst der Mensch fühlt langsam, wie die triste Winterstimmung mehr und mehr einer fröhlichen Sommerstimmung weicht! Gibt es da noch Dinge, über die man sich Sorgen machen würde?

Wenn die Sonne es Einem zu heiß unter der Jacke werden lässt, und doch der Wind noch zu kalt ist, um schon ohne Jacke draußen auszukommen, beginnt das großen An- und Ausziehen, wie jedes Jahr im Mai! Jacke an, zu warm, Jacke aus, zu kalt, dann vielleicht noch einen Schnupfen oder Husten, weil der Wärmehauhalt im Körper konfus ist … . Erkältungen haben gerade in der Übergangszeit zwischen Kalt- und Warmphase ideale Bedingungen, um sich auszubreiten! Was kann man dagegen tun?

Nun, während eine dunkele, ja sogar schwarze, Jacke im Winter noch für die gewisse ‘Extraportion’ an Wärme sorgte, ist im Mai solch eine Jacke fehl am Platze! Eine helle Jacke wäre in der Übergangszeit die bessere Wahl, da sich helle Stoffe bei starker Sonneneinstrahlung deutlich weniger aufheizen als beispielsweise schwarzer Stoff! Warum ist das denn so?

Das Sonnenlicht besteht aus viel mehr Farben, oder auch ‘Wellenlängen’, als unsere Augen es sehen können! Der Teil des Sonnenlichtes, den wir als Wärme wahrnehmen, ist für uns zum Beispiel nicht sichtbar. Wenn wir einen Gegenstand als schwarz wahrnehmen, bedeutet das, er absorbiert alles sichtbare Licht, und reflektiert kein sichtbares Licht.

Selbst wenn in der Praxis kein absolutes Schwarz existiert, kommt Dunkelheit der Absorption gleich, während Helligkeit der Reflektion entspricht. Ein dunkler Stoff absorbiert also mehr sichtbares Licht als ein heller Stoff! Bei der Absorption von Sonnenlicht auf Kleidung wird sichtbares Licht in Wärme quasi ‘umgewandelt’, weshalb eine schwarze Jacke also, bei Sonnenschein, immer deutlich wärmer ist als eine weiße Jacke!

Man kann in der Übergangszeit zwar noch nicht auf eine Jacke verzichten, jedoch ist es gut möglich, durch die gezielte Wahl der Kleidungsfarbe, eben ob hell oder dunkel, einen zusätzlich wärmenden Effekt zu vermindern, oder ihn zu verstärken! Wäre es da nicht besser, in dieser Zeit vermehrt auf helle Kleidungsstücke zu setzen?