Was dabei alles schief gehen kann

Eine Wohnungsbesichtigung hat definitiv Erlebnischarakter und das sicherlich nicht nur auf der Seite der Wohnungssuchenden. So gab eine Vermieterin im Frühjahr 2012 eine Anzeige im Internet auf, um ihr 34 Quadratmeter kleines Apartment in München für 500 Euro Warmmiete zu vergeben. Innerhalb weniger Tage meldeten sich 400 Bewerber, so dass die Dame ihre Telefonnummer schnell aus dem Internet nahm, um wieder etwas Ruhe zu finden. Dies ist sicherlich kein Einzelfall in München und anderen Großstädten, in denen insbesondere günstige Wohnungen in guten Lagen Mangelware sind. 

Aber in München ist so Einiges möglich. So teilte ein Vermieter einem Interessenten einer 20 Quadratmeter kleinen, aber nicht gerade billigen Wohnung doch tatsächlich mit, dass es sich bei dem angebotenen Objekt um die Stadtwohnung des Besitzers handelt, was bedeutet, dass der Mieter diese für ein paar Tage räumen und auf eigene Kosten ins Hotel gehen muss, wenn der Vermieter die Lust verspürt, etwas Zeit dort zu verbringen. Ob der Vermieter bei diesen Vorstellungen einen Mieter gefunden hat, ist leider nicht bekannt.

Während die Wohnungssuche in Großstädten wie München und Hamburg für Geringverdiener wirklich ein Problem darstellt, oft mehrere Monate in Anspruch nimmt und viele von ihnen dann bei der ersten angebotenen Wohnung auch trotz offensichtlicher Mängel zuschlagen, sieht es in mitteldeutschen Kleinstädten und Dörfern ganz anders aus. Wer mal wieder schmunzeln möchte, sollte sich die Schilderung einer Wohnungsbesichtigung eines Pärchens bei einem alten Ehepaar durchlesen.