Archive for the ‘ Wohnungen ’ Category

Warmmiete?

Haben Sie sich auch schon gefragt, warum Ihre Wohnungsmiete in mehrere Teile aufgegliedert ist? Da gibt es die Kaltmiete, die Nebenkosten, und dann wären da noch die Heizkosten. Die Kaltmiete ist das, was der Vermieter für ein paar Quadratmeter Wohnraum haben möchte, damit er die Wohnung instand halten kann. Die Nebenkosten sollen Ihre Wasserversorgung, aber auch Hausmeisterkosten und Müllentsorgung bezahlen.

Die Heizkosten kann man sich wohl am einfachsten erklären: Die Beheizung soll Ihnen eine Wohnqualität vermitteln, die im Winter besonders spürbar ist. Sie sollen nicht frieren müssen, und warmes Wasser sollen Sie auch nicht missen!

Normalerweise zahlen Sie also einen ganzen Haufen Geld für den Komfort, nicht wie ein Höhlenmensch zugig und unterkühlt Ihr Dasein fristen zu müssen, doch das ist es Ihnen wert!

Aber wussten Sie, dass es heutzutage in vielen Mietwohnungen undichte Fenster gibt, oder dass sparsame Heizkörperventile eine Beheizung Ihrer Wohnung auf Schwimmbadniveau technisch unmöglich machen? Oft werden Mietwohnungen nur sehr selten saniert, denn insbesondere die Fenstersanierung in Hochhäusern gestaltet sich oft als schwierig.

Wenn dann bei Sturm die Zugluft einem um die Nase weht, darf man sich vom Hausmeister anhören: “Frische Luft ist doch gesund!”. Dass man gerade zuhause selbst entscheiden möchte, wann man frische Luft bekommt, wird dann gerne mit einem Lächeln ignoriert.

Ähnlich stur gestaltet sich der Heizungsthermostat. Man stellt die Heizung auf ‘volle Pulle’, bettelt den Knauf an, doch mehr ‘Power’ zu geben, doch … alles vergeblich! Es mag kalt und zugig sein, doch die Heizung versiegt im Dauerschlaf und wärmt auf dem Niveau einer Babynuckelflasche, schön lauwarm!

Vor lauter Frust wird dann noch ein elektrischer Heizkörper angeschafft, doch pünktlich zur Jahresabrechnung weiß man, dass es sich gelohnt hat: für die Energieversorgungsunternehmen!

Schimmel?

Kennen Sie das auch? In einer Wohnungsanzeige steht: “Wohnung zu vermieten!”. Nun, das Internet vereinfacht die Suche nach der richtigen Wohnung, denn man kann ja schließlich schon aus der Ferne erkennen, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Da bietet sich einem mal ein schönerer, mal ein nicht so schöner Anblick! Man hört ja von all den Tricks, mit denen manche Vermieter arbeiten … .

Wenn zum Beispiel ein Foto viel zu dunkel abgelichtet ist, deutet das meist auf ein Schimmelproblem hin: Bei Dunkelheit ist ein schwarzer, gelber oder grüner Schimmel schließlich nicht leicht auszumachen, bei normalem Tageslicht dagegen schon!

Seit einiger Zeit aber tummeln sich auf den Online-Immobilienportalen die Angebote mit Wohnungen, die so sauber sind, dass sie geradezu in Weiß erstrahlen! Dazu wird vermerkt: “Frisch weiß gestrichen!”. Das ist doch etwas: Endlich ein Anbieter, der die Sorgen seiner potentiellen Kunden um etwaigen Schimmelbefall ernst nimmt! Keine schlechte Ausleuchtung der Wohnung, alles ist gut ersichtlich und stahlend weiß! Da denkt man doch gerne an die alte Persil-Werbung zurück … .

Da man sich natürlich eine so saubere und vermeintlich schimmelfreie Wohnung nicht durch die Lappen gehen lassen will, unterschreibt man also flink den Mietvertrag und freut sich, eine gute und weise Entscheidung getroffen zu haben! Man tut schließlich etwas für die Gesundheit, wenn man in eine schimmelfreie Wohnung zieht … .

Etwa ein halbes Jahr nach Einzug in die neue Wohnung kommt dann die Frage auf, warum es in den Ecken am Fenster auf einmal immer so duster aussieht … . Kommt dort nicht genug Licht hinein? Doch ein paar Wochen später wird klar: Ein Untermieter wohnt hier gratis! “Wer?” fragen Sie? Nun, es ist der, den man wohl am wenigsten erwartet hätte, in einer so weißen Wohnung: der Schimmel!

Immobilienmarkt im Winter

Das Jahr nähert sich dem Ende und ich suche mit meiner Familie bereits seit zwei oder drei Wochen eine geeignete Immobilie, die unseren Anforderungen entspricht. Am liebsten würden wir, also ich, mein Mann und unsere kleine Tochter noch vor Weihnachten umziehen, doch gestaltet sich die Suche nach einer passenden Immobilie schwerer als gedacht. Der Immobilienmarkt im Winter ist unglaublich schlimm zu durchschauen und ich bin ehrlich enttäuscht davon, dass wir kaum Termine zur Besichtigung einer Wohnung oder aber eines Hauses erhalten.

Alle Makler sind im Weihnachtsstress und immer, wenn wir eine tolle Immobilie gefunden haben, die wir gerne besichtigen möchten, ist das Wetter auch noch so unfassbar schlecht, dass wir nicht einmal die Möglichkeit haben, uns den Garten oder die Umgebung der Immobilie anzusehen. Der Winter nervt mich in diesem Zusammenhang wirklich, ich ärgere mich sehr, denn dies ist nicht der einzige Grund dafür, dass der Immobilienmarkt im Winter einfach blöd ist. Ein weiterer und für meine Verständnisse wirklich wichtiger Aspekt ist die Tatsache, dass kaum Häuser oder Wohnungen um die Weihnachtszeit herum und generell im Winter nicht leer werden, keiner zieht aus und somit wird für uns auch kein tolles Haus frei!

Doch muss ich auch sagen, dass wir hohe Ansprüche haben, denn insbesondere weil jetzt Winter ist, wollen wir eine Immobilie mit Kamen und einem schönen Wintergarten, doch ich denke, dass wir noch ein bisschen weiter suchen müssen.

Erfahrungsbericht von Rainer K.

Wir schreiben das Jahr 2011, das Weihnachtsfest rückt immer näher und ich befinde mich gemeinsam mit meiner Freundin auf der Wohnungssuche. Da wir jetzt seit knapp drei Jahren in einer Beziehung sind, haben wir uns dazu entschlossen noch in diesem Jahr zusammenzuziehen. Dieses Vorhaben entpuppt sich jedoch jetzt als eine wirklich schwere Aufgabe, denn es ist wirklich alles andere als einfach Besichtigungstermine im Dezember zu bekommen.

Viele Eigentümer und auch Immobilienmakler stehen derzeit nicht für Termine zur Verfügung und bieten uns Besichtigungen ihrer Optik frühestens für den kommenden Januar an. Das ist uns eigentlich jedoch zu spät, da wir das anstehende “Fest der Liebe” schon gemeinsam in der neuen Wohnung feiern wollten. Am letzten Wochenende hatten wir dann doch das Glück zwei grundsätzlich geeignete Wohnungen besichtigen zu dürfen, doch die eine Wohnung entsprach nicht unseren Erwartungen, wobei die Maklerin auch sehr wenig Zeit hatte und nicht gut informiert war. Der zweite Besichtigungstermin war ironisch ausgedrückt jedoch noch “besser”, denn der Makler kam erst gar nicht, sodass uns der Zutritt zur leer stehenden Wohnung leider verwehrt blieb. Es scheint so als würde der Immobilienmarkt zu stark unter Weihnachtsstress stehen, wobei die Makler und Eigentümer lieber auf der Suche nach Geschenken als nach Nachmietern sind.

Wir werden die kommenden Tage jetzt auch lieber die Vorweihnachtszeit genießen und über den Weihnachtsmarkt schlendern und werden uns dem Projekt “Gemeinsame Wohnung” direkt im kommenden Jahr widmen!

Von Bern K. aus K.

Ich weiß gar nicht mehr, weshalb ich mich entschied, meine Wohnung zu kündigen. Es könnte der nie beseitigte Schimmelbefall gewesen sein. Vielleicht waren es auch die Handwerker, die am Nachbarhaus arbeiteten und mich (wie auch jeden anderen Anwohner) mit einem fröhlichen „Halt die Schnauze“ bedachten, wenn man sie bat, nach 21 Uhr das Bohren einzustellen.

Jedenfalls zog ich die Reißleine und begab mich auf Wohnungssuche. Ich lebte in Köln und musste feststellen, dass es fast unmöglich war, eine Wohnung in meiner Preisklasse zu finden, die über Annehmlichkeiten wie Innenbadezimmer, Zentralheizung oder heißes Wasser verfügte.

Dann schlug das Schicksal zu. Ich verließ nach einer weiteren ergebnislosen Besichtigung ein Hochhaus und wollte gerade zur S-Bahn, als mich ein Mann im grauen Anzug ansprach. „Sind Sie Herr Schneider?“ wollte er wissen. Der war ich zwar nicht, aber aus irgendeinem Grund antwortete ich: „Derselbige.“ Die Augen des Fremden leuchteten. „Dann kann die Besichtigung ja beginnen“, sprach der etwa 50-Jährige und führte mich in das benachbarte Gebäude.

Dort fuhren wir in den vierten Stock und ich betrachtete in der kommenden Stunde das luxuriöseste Apartment, das ich in meinem Leben jemals gesehen hatte. Ich tat sehr interessiert und schlug verschiedene „Verbesserungen“ vor. So meinte ich, die Wand zwischen Küche und Wohnzimmer müsse weg und auf den Balkon könne man einen Whirpool stellen. Der Makler war Feuer und Flamme. Ich versicherte ihm, ich würde am Montag kommen, um die Papiere zu unterschreiben.

Als wir die Wohnung verließen und wieder an der Straße standen, kam ein vornehm aussehender Herr auf uns zu. „Guten Tag, ich bin Herr Schneider“, stellte er sich vor. Im Nachhinein tut mir der Makler leid, aber der Schock in seinen Augen entschädigte mich in diesem Augenblick für meine katastrophale Wohnungssuche.

Von Rainer M.

Wohnungskauf Geschichte

“Die Eigentümergemeinschaft ist eigentlich ganz nett”, sagte der Makler, nachdem er die Tür zu dem anheimelnden Wohnkomplex mit dem herben Charme der ausgehenden 70er-Jahre aufgeschlossen hatte. Noch ein missbilligender Blick auf unseren Kinderwagen und die Gardine am Fenster unserer zukünftigen Nachbarin wurde zugezogen.

“Wenn man sie näher kennt”, schob der Makler nach und forderte uns auf, die Fußmatte zu benutzen, bevor wir das Allerheiligste betraten.

“Die Größe des Kinderzimmers wurde nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen exakt dem Bedarf von Kindern angepasst”, kommentierte der Makler den spitzen Schrei des Entzückens meiner Frau, die gerade den begehbaren Schrank entdeckt hatte.

“Ein wahres Wunder der Raumaufteilung”, schmeichelte der Makler beim Öffnen der Nasszelle, die im Erstentwurf des Architekten vermutlich noch nicht vorgesehen war.

“Im Sommer ist es schön bunt hier”, mit sichtbarem Stolz präsentierte uns der Makler einer Art Terrasse, die mit einem Resopalstuhl und ein paar Blumenkästen mit verwelkten Hortensien im Nieselregen glänzte. Ohne den Stuhl hätte hier ein Einweggrill prima Platz.

“Im Schlafzimmer verbringt man seine Zeit ohnehin im Liegen”, raunte der Makler wissend, als meine Frau den Notfallkoffer aus dem Auto holte, um die Erstversorgung meiner Platzwunde vorzunehmen, die ich mir an der Dachschräge zugezogen hatte.

“Ach ja, die Flurwoche nicht vergessen. Und die Bankverbindung für meine Provision steht auf der Karte”, rief der Makler uns hinterher, als wir in olympiaverdächtigem Tempo die Treppenstufen nahmen.

Die Eigentumswohnung haben wir jetzt erst mal nach hinten gestellt. Dann doch lieber Miete zahlen und einen Garten kaufen.