Archive for the ‘ Skurriles ’ Category

Ein Umzug mit Hindernissen

Ein Umzug mit Haustieren ist eine lustige Sache

Wenn man in der Straßenbahn ein wenig auf die Gespräche der Menschen hört, bekommt man so manche lustige Sache zu hören. Da war zum Beispiel ein Mann, der erzählte von seinem letzten Umzug. Erst hatte er versehentlich den Auftrag an zwei Speditionen erteilt. Das konnte er klären, weil es ein Tausch war und sein Tauschpartner noch auf der Suche nach einem Umzugsunternehmen war.

Dann muss es beim Packen und Zerlegen der Möbel ein ziemliches Chaos gegeben haben. Die Leute rundherum haben herzlich gelacht, als er so richtig schön bildhaft beschrieben hat, wie sie tagelang über die Kisten und Brettern haben klettern müssen. Irgendjemand muss wohl auch nicht richtig auf den Kalender geguckt haben, denn das Telefon wurde eine Woche vor dem geplanten Termin schon abgeschaltet. Hm, man sollte sich eben doch eine Checkliste für den Umzug machen, wenn nichts schiefgehen soll.

Aber am amüsantesten war wohl der Umzugstag selbst. Als die Möbelpacker mit dem LKW weg waren, war plötzlich auch seine Katze verschwunden. Sie haben sie stundenlang gesucht und vermutet, dass sie sich in einem der Körbe oder Kartons versteckt hat. Aber gefunden haben sie den Vierbeiner nicht. Dann haben sie Freunde losgejagt. Man hört ja öfter einmal, dass gerade Katzen wieder nach Hause finden, egal wo sie ausgesetzt werden. Aber am alten Haus war sie auch nicht.

Schallendes Gelächter in der halben Bahn gab es, als der Mann dann noch berichtet hat, dass seine Katze am nächsten Morgen den LKW-Fahrer erschreckt hat. Als der die Türen zum Container bei einem anderen Kunden aufgemacht hat, funkelten ihm zwei leuchtende Augen entgegen. Er hat sie dann in einen Karton eingesperrt und den Mann angerufen, damit er sie sich abholen kann. Fazit: Fremde Unterhaltungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind manchmal viel lustiger als die beste Sketch-Sendung im Fernsehen.

Die S-Bahn Wohnung

Wo ist der Haken?

Und damit war es ausgemacht. Wir treffen uns um 15:03 Uhr an der Straße und keine Minute später. Eine komische Uhrzeit für eine Wohnungsbesichtigung?  Was solls, es gibt schrulligere Menschen als unsere möglicherweise baldige Vermieterin. Vielleicht mag sie Wort- und Zahlenspiele, wie "3 nach 3".

Aber sie scheint sonst in Ordnung zu sein. Nicht, daß es einen großen Unterschied macht, die Wohnung ist großartig. Wen kümmert da noch die Vermieterin. Die Zimmer sind groß, hell und wirken im Nachmittagslicht besonders freundlich. Meine Frau Susanne blinzelt mir zu, während die Vermieterin uns hastig herumführt. Auch ihr gefällt die Wohnung.

Und der Preis! Für so eine zentrale Lage ist der Mietpreis ein echtes Schnäppchen. Dazu liegt die Wohnung im Erdgeschoß, Parkplätze gibt es vor der Haustür, ein Lidl ist gleich um die Ecke und die S-Bahn Station einen halben Block weiter. Wenn man aus dem Fenster schaut, sieht man den Park und selbst die Vögel zwitschern. Wir sind begeistert, wo ist der Haken?

Vielleicht ist die Vermieterin der Haken. Sie ist sehr hektisch und bestimmend. Unsere Fragen nach der Führung, fertigt sie schnell und ungeduldig ab. Als wir alles am liebsten gleich in einem Mietvertrag festhalten wollen, komplimentiert sie uns tatsächlich hinaus. Sie meint, wir sollen morgen wiederkommen, sie hätte zu tun. Keine 20 Minuten hatte sie Zeit für uns.

Tags darauf, am Mittwoch, klingeln wir an der Glocke, wieder um 3 nach 3. Wir werfen nochmal einen Blick in die Wohnung aber sind uns eigentlich schon sicher: Hier wollen wir wohnen. Heute wirkt die Vermieterin noch unentspannter als gestern, also erledigen wir schnellstmöglich den Papierkram und bekommen die Schlüssel übergeben. Keine 20 Minuten später stehen wir in unserer neuen Wohnung.

Doch dann die Überraschung. Um Punkt 15:31 fährt die S-Bahn mit quietschenden Bremsen in den S-Bahnhof ein. Der Lärm hallt in jedem Zimmer der leeren Wohnung wieder. Da ist er, der Haken: Alle 30 Minuten wiederholt sich das lärmende Spektakel, auch um 15:01 am folgenden Tag. Nur zwischen 15:03 und 15:30 ist Ruhe…

Irrtümer beim Bau

“Bitte bauen Sie mir ein zweistöckiges Wohnhaus mit großen Fenstern, und vergessen Sie auch ebenso wenig, dass ich im Winter auf gar keinen Fall frieren möchte in meinem Haus!” gibt ein Grundstückseigentümer dem Bauunternehmer zu verstehen. “Alles klar, wir kümmern uns voll und ganz darum, machen Sie sich überhaupt keine Sorgen!” kommt als Antwort.

Mitten beim Bau fällt dem Bauherrn urplötzlich ein, er müsse dann doch einmal vorbeikommen, den Fortgang der baulichen Bemühungen selbst in Augenschein zu nehmen! Normalerweise sollte man zwar, wenn man schon so viel Geld in ein Projekt hineinsteckt, wenigstens regelmãßig vorbeischauen, wie der Bau so vorangeht, doch falls man wirklich vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten der engagierten Baufirma samt Architekten hat, böte sich da nicht tatsächlich der eher seltene Gang auf die Baustelle an?

Auf der Baustelle angekommen, fällt Einem jäh auf: Da ist ja gar kein Schornstein auf dem Dach, und wieso ist nach den ersten Stock gar schon Schluss nach oben? Sieht so etwa ein zweistöckiges Wohnhaus aus? – Zur Überraschung des Grundstückseigentümers meint der Vorarbeiter, Erdgeschoss zusammengenommen mit erstem Stock wären ja bekanntlich zwei Stockwerke, und es käme, auf Anraten des Architekten, ja sowieso nur eine Elektroheizung zum Einsatz, sodass man sich den Kamin eben aus Kostengründen komplett gespart hätte!

Sofern das Haus in diesem Falle schon so gut wie komplett fertig ist zum Zeitpunkt, wo man den Irrtum endlich bemerkt hat, ist es wohl ratsamer, es dabei zu belassen und das Haus so zu akzeptieren, wie es eben gerade ist. Sollte sich jedoch noch mit relativ geringem Aufwand alles wieder ins Lot bringen lassen können, dann hat man damit wohl noch einmal Glück gehabt!

Ist es deshalb generell vielleicht nicht besser, ein bisschen öfter die Bauarbeiten am eigenen Haus zu kontrollieren?

Verrückte Umzüge

Auch professionelle Möbelpacker haben viel davon zu erzählen

Umzüge von Haushalten sind in Deutschland gang und gäbe, ziehen junge Menschen doch durchschnittlich nach 3,5 Jahren aus meist beruflichen Gründen schon wieder um. Der Umzug von einem ganzen Haus ist jedoch etwas Besonderes und so beobachteten viele Schaulustige, wie in diesem Jahr ein 123 Jahre altes, 6200 Tonnen schweres Gebäude in Zürich um ganze 60 Meter versetzt wurde, um der S-Bahn Platz zu machen. Das Umzugsunternehmen benötigte allein für die Planung 1 Jahr Vorbereitungszeit.

Im Sommer 2010 veröffentlichte die Bild Zeitung einen Artikel über einen lebensgefährlichen Umzug, der hier nachgelesen werden kann. Drei Personen vesuchten an diesem Tag vergebens, das Sofa übers Dach in die Wohnung zu bekommen. Die beiden Möbelpacker, die dabei nur von der wackligen Dachrinne gehalten wurden, können heute noch froh sein, dass sie bei dieser lebensgefährlichen Aktion scheinbar einen Schutzengel bei sich hatten.

Spektakuläre und verrückte Umzüge erleben aber auch professionelle Umzugspacker und zwar nicht zu wenig. So veröffentlichte der 48 jährige Möbelpacker Karsten Wollny in diesem Jahr sein Buch "Das Klavier in den fünften Stock, bitte!", in welchem er skurrile und witzige Anekdoten seiner 20 jährigen Laufbahn wiedergibt. Wer wissen möchte, wie er den Ehemann losgeworden ist, der sich mit aller Kraft an der Couch festhielt, die seine Noch-Frau ins neue Heim mitnehmen will, muss wohl das Buch lesen. 

Die Pillendame

“Warum sind denn meine Pillen immer noch nicht da?” fragt die Oma aufgeregt ihren Apotheker am Telefon! Er antwortet, das Rezept sei noch nicht angekommen, sie solle sich doch bitte an ihren Arzt wenden. “Nein, so einen Pfusch hätte es damals noch nicht gegeben!” regt sie sich auf! Schließlich ruft sie beim Doktor an, der ihr wiederum in aller Ruhe mitteilt, das Rezept wäre nicht verloren gegangen, stattdessen ruhe es warm und trocken auf seinem Schreibtisch.

“Ob Sie sich nun die Heizung aufdrehen, damit es bei Ihnen warm und trocken ist, interessiert mich einen feuchten Kehricht! Können Sie mir nicht etwas zuverlässiger meine lebenswichtigen Medikamente zukommen lassen?” beschwert sie sich. Eine halbe Stunde lang muss sich der arme Doktor das Wehklagen dieser armen, alten Dame anhören, dann legt sie endlich auf!

Am Ende des anstrengenden Arbeitstages hat er zwar nur die Hälfte seiner Patienten versorgen können, weil alle Weile jemand angerufen hat, der mit dem Herrn Doktor etwas sehr Wichtiges besprechen hatte müssen, dennoch weiß er: Das ist eben sein normaler Alltag! Natürlich hätte er sich gleichwohl einen stressfreieren Job aussuchen können, aber wäre es dann noch dasselbe für ihn? – Ein Arzt ist man nunmal, weil man dazu geboren wird!

Derweil schnaubt sich die alte Dame zu Hause ihre Nase. Ihr liebstes Hobby ist das Pillensortieren! Eine grüne Pille, eine rote Pille, eine längliche, schwarze Kapsel, ein ovales, gelbes Ding usw., ob sie mit dieser Sammlung nicht vielleicht wohl ein kleines Pillenmuseum eröffnen könnte?

Ihr Mann kommt endlich aus der Kneipe nach Hause. “Herbert, wo warst Du wieder so lange? Hast Du etwa eine Liebschaft?” tönt sie grimmig! Er verzieht das Gesicht, als ob er einen Albtraum hätte, reibt sich die Augen, doch diese Kommandeurin ist tatsächlich seine Ehefrau. Was soll er also tun?

“Jo, Ella, ich hab’ Dir auch eine Schachtel von Deinen Lieblingspillen mitgebracht!” antwortet er ruhig und besonnen. “Ja wirklich, die lila-gelben? Du bist der Beste!” ruft sie ihm zu und umarmt ihn! Jetzt atmet er wieder auf: Ja, er weiß eben, wie er seine Frau besänftigt … .

Nun können beide beruhigt den Rest des Abends vor dem Fernseher verbringen! Ob der Mörder im Film wohl wieder der Gärtner ist?

Nachbarn raufen sich zusammen!

Gute Nachbarschaft ist etwas Tolles! Der freundliche Nachbar, der immer prompt seine Hilfe anbietet, wenn man voll mit Einkaufstaschen beladen ist, den will man nicht mehr missen, sobald man ihn erst einmal gefunden hat. Was passiert aber, wenn aus der guten Nachbarschaft plötzlich ein ‘kalter Krieg’ wird?

Noch letzte Woche war alles in Ordnung! Der Nachbar von nebenan war wie üblich zum Grillen gekommen. Er ist 25 Jahre alt, alleinstehend, und hilft der 17-jährigen Tochter der Familie seit zwei Jahren schon tüchtig bei den Mathehausaufgaben! Doch als der Vater der Familie plötzlich seine Tochter am Essenstisch vermisst, beginnt er, nach ihr zu suchen.

Nicht lange braucht es, da findet er die beiden, seine einzige Tochter und diesen werten Nachbarn, im Zimmer jener besagten Tochter natürlich. Doch, was er sieht, das hat rein gar nichts mit Mathematik zu tun! Beide jungen Leute sind eifrig beschäftigt mit der praktischen Erprobung … der Bienchen und Blümchen-Theorie. Der Vater ist böse: “Ach, so schaut’s aus! Mir meine Tochter verderben! Sie Lustmolch! Seien Sie froh, wenn ich Sie nicht anzeige, meine Tochter ist schließlich erst nächsten Monat 18!”.

Im Anschluss an diese Eskapade muss sich das junge Liebespaar erst einmal trennen. Der einst so liebe Nachbar wird seitdem nicht mehr in die Wohnung hineingelassen, und jedes Mal, wenn der Alte ihn sieht, dann guckt er ihn so grimmig an, als wolle er ihm alle Knochen brechen! So schnell kann gute Nachbarschaft kaputtgehen … .

Einen Monat später traut sich die Tochter dann, wieder mit ihrem Vater zu reden. “Du, Papa? Ich liebe ihn aber!” sagt sie leise. Der Vater guckt böse: “Und das von Dir? Der Lustmolch hat sich ja nicht einmal selbst bei Dir bedient, Du musstest ihm auch noch dabei helfen!”. Doch das Gespräch wendet sich geschwind, als er erfährt, dass er bald Opa werden wird! Er besteht nun zwar auf einer Hochzeit, die noch solange der Bauch nicht deutlich geworden ist stattfinden muss, aber das soll kein Hinderniss für die Liebenden sein.

Da das junge Liebespaar mit dem Heiratsultimatum des Vaters nämlich einverstanden ist, versöhnen sich zur Hochzeit die ‘Streithähne’ auch wieder! “Na, Du bist schon in Ordnung! Eigentlich hätte sie ja auch gar keinen besseren Mann bekommen können … .” tönt der Alte jetzt, und der frisch gebackene Ehemann lächelt dazu fröhlich.

Nachbarschaft kann eben manchmal auch zur Familie werden!

Hallo, Herr Nachbar!

Der Nachbar vom Haus gegenüber winkt freundlich und ruft “Huhu!”. Das ist doch sehr nett! Es gibt schließlich auch Nachbarschaften, in denen nicht mehr “Huhu!” gerufen wird, sondern nur noch “Polizei!” … . Nicht jede Nachbarschaft ist harmonisch, nein, da sind nämlich ebenso Nachbarn, die sofort die Feuerwehr rufen, sobald jemand irgendein Feuer im Garten macht, selbst wenn es nur ein gemütlicher Grillabend werden soll!

Man kann es ja schon fast nicht glauben, wenn der Hund des Nachbarn in den Gärten der ganzen Nachbarschaft seine Häufchen hinterlässt, statt, wie es sich gehört, nur im eigenen Garten sein Geschäft zu machen … . Doch was soll man denken, macht sich der Nachbar auf, auch noch mutwillig den Hausfrieden zu stören?

Gewiss, sobald irgend jemand mit einer Axt versucht, die Tür einzuschlagen, muss und wird die Polizei gerufen werden, um ihres Amtes zu walten! Falls nun aber keine wirkliche Bedrohung vorliegt, was soll man da dann machen? Wen sollte man gegebenenfalls rufen?

So manch ein Nachbar kommt alle Weile an, und will einmal Öl, dann Butter, dann Mehl und und und haben, ohne auch nur im Entferntesten daran zu denken, dass man ja auch nicht immer an die Tür rennen will … . Da es ja auch etwas Wichtiges sein könnte, wenn es an der Tür klingelt, geht man dennoch hin und fragt: “Wer ist da?”.

Ertönt nun die freundliche Stimme gerade desselben Nachbarn, der auch schon ein paar Tage zuvor die Semmelbrösel für sein Schnitzel vergessen hatte, zu kaufen, dann kommt jäh eine herzerwärmende Freundlichkeit auf, frei nach dem Motto: “Du alter Arsch! Denk doch gefälligst selbst an Deine Semmelbrösel! Siehst Du nicht, dass ich müde bin von der Arbeit? Muss ich denn wegen Dir immer unnütz an die Tür laufen?”!

Da steht er auch schon, denkt sich die alleinstehende Frau, doch was hat er jetzt schon wieder? “Ich brauche Wasser für meine Blumen!” sagt er. “Wozu braucht der um 8 Uhr abends von mir Wasser für seine Blumen? Das ist doch Ruhestörung!” denkt sich die gereizte Frau des Hauses. Nun denn, er wird hereingebeten.

Doch, oh Wunder, kaum haben die Blumen ihr Wasser, wünscht er gleich “Schönen Valentinstag!”, und fügt hinzu “Das sind Ihre Blumen! Ich hoffe, sie gefallen Ihnen?”. Da wird dann auch sofort die eben noch gereizte Stimmung wieder lockerer! Wie konnte man nur den Valentinstag vergessen, und ist das nicht ein richtig netter Kerl?

Nicht jeder Nachbar, der am Abend an der Tür klingelt, wartet gleich mit einer solch schönen Überraschung auf, aber man kann ja bekanntlich nie wissen … . Erst vermutet man einen heimlichen Einbrecher, nachher entpuppt er sich dann noch als Charmeur!

Wenn man dem Tag mit offenen Armen begegnet, dann wird er auch schön werden, doch selbst manchmal, in einer weniger guten Stimmung, kann der Tag sich plötzlich ungewohnt entwickeln, und das wiederum hoffentlich meistens zum Positiven hin!

Lustige Immobilienmakler

Immobilienmakler sind schon ein lustiges Folk. Vom Hörensagen oder aus diversen Fernsehsendungen bekommt man ein sehr seriöses Bild verkauft. Wenn man solche Persönlichkeiten dann persönlich trifft, wird man enttäuscht, verwirrt oder einfach nur erheitert. Zumindest manchmal. Es mag ja sein, dass Immobilienmakler, die kostspielige Anwesen für reiches Klientel verkaufen, diesem Werbebild entsprechen. Doch meine Erfahrungen waren teilweise fragwürdig bis unterhaltsam. Wenn man beispielsweise mit Wohnungsmaklern zu tun hat, die man meist nicht selbst bezahlen muss, fragt man sich ernsthaft nach dem Sinn eines Maklerdaseins.

Bei unserer Wohnungssuche haben wir uns so gut es ging vorbereitet und wichtige Fragen per Telefon geklärt. Wenn man die Wohnung dann das erste Mal sieht, hat man doch die eine oder andere Frage. Gerade bei solchen Wohnungsmaklern stellt man oft fest, dass sie ziemlich ahnungslos sind. Auf die Fragen nach einem Keller, nach Hundehaltung oder DSL-Anschluss kam nicht selten ein nichts sagendes Kopfkratzen gefolgt von „Ja, das müsste kein Problem sein“.
Ein Wohnungsmaklern ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Die vorgestellte Wohnung hat uns zwar nicht zugesagt, doch der gute Herr war ganz bemüht. Als wir alles gesehen hatten und uns verabschiedeten, reichte er uns eine kleine „Geschenktüte“ und wünschte uns alles Gute. Draußen angekommen holten wir aus der Plastiktüte eine Probepackung Gummibärchen, Buntstifte, die Kontaktdaten des Maklers und einen kleinen lila Stempel mit der Aufschrift „Peter“. Etwas verwirrt und leicht amüsiert gingen wir nach Hause.

Hier eine sehr schöne Parodie auf den Beruf des Immobilienmaklers:

Oder der netter Vertreter seiner Zunft, der dies hier anpreist:

Und ein Klassiker von Ikea muss natürlich auch dabei sein:

Lustige Baugeschichte

Auf meinen Reisen durch die ganze Welt sind mir schon viele lustige und vor allen Dingen seltsame Bauarten untergekommen. So wird in südlichen Ländern gerne vorausschauend geplant und der Bau so konzipiert, dass jederzeit eine weitere Etage auf das bereits vorhandene Haus aufgesetzt werden kann. Man weiß ja nie, welche Ausmaße die Familie annimmt und ob nicht Oma und Opa irgendwann auch noch einziehen wollen.

In Europa sieht das ein wenig anders aus. Vor allen Dingen in den Ballungsgebieten. So zum Beispiel in London. Wer die Stadt einmal besucht hat, wird eine Sache sehr schnell registriert haben: Hier ist kein Platz. Schmale Straßen, vollgebaut und zugeparkt. Jede noch so kleine Lücke wird hier genutzt. Bei meinem letzten Besuch viel mir eine gerade in Sanierung befindliche Haushälfte besonders auf. Denn hier schlug das Platzproblem mit voller Wucht zu. Da auf der Straße oder im Garten des Hauses kein Platz für den Kran war, hatte man diesen kurzerhand auf dem Haus montiert. Wie auch immer dies funktioniert hat. Alles sah sehr abenteuerlich aus. Der Kran ragte deutlich über die Häuser hinaus und garantierte sicherlich eine wunderbare Aussicht. Wie allerdings der Kranführer zu dieser probesorischen Aufstellung seines Arbeitsmaterials stand, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

In diesem Sinne: Er die deutsche Bauweise noch nicht schätzen kann, sollte einmal die Welt bereisen. Er wird dann schnell feststellen, dass nichts über diese deutsche Art des Bauens geht.