Archive for Mai, 2012

Summer in the city

Wenn es wieder richtig warm ist, dann beginnt jedes Jahr aufs Neue die Zeit, in der die Kleidung immer kürzer und luftiger wird! Auf einmal tragen alle Leute kurze Hosen und ärmellose Hemden … . Die Massen in den Großstädten treffen sich in den wenigen Parks und versuchen, der Hitze auch etwas Gutes abzugewinnen: Es ist zwar drinnen viel zu heiß, jedoch draußen lässt es sich aushalten!

Ganz treffend hat es eine Musikgruppe in der Vergangenheit einmal formuliert: The Lovin Spoonful mit ‘Summer In The City’. Gerade in Städten, in denen die meisten Gebäude aus dünnem Beton gebaut sind, kann man sich drinnen ohne Klimaanlage nur noch dem Hitzekollaps hingeben, weswegen auch jeder, der es kann, sich zu dieser Zeit im Jahr so lange wie möglich draußen aufhält, zumal ja selbst mit Klimaanlage die Luft drinnen oft nicht wirklich gut ist!

Schon die alten Römer kannten sowohl die Vor- als auch die Nachteile von Beton beim Hausbau! Wir müssen uns heutzutage auch mit der Zeit noch eingestehen, dass zwar dieser Baustoff, zusammen mit Stahlrahmenkonstruktionen, Hochhäuser, wie wir sie kennen, erst ermöglicht hat, gleichermaßen könnten Hochhäuser heute aber auch anders gebaut werden … . Einzig und allein der geringe Preis für das Bauen mit Beton macht diesen Baustoff immer noch zum Spitzenreiter auf der Beliebtheitsskala bei Bauunternehmern!

Ein Konzept des Hausbaus, bei dem nicht der Preis der Baumaterialien, sondern der spätere Nutz- oder Wohnwert des Gebäudes im Vordergrund steht, ist bedauerlicherweise bislang noch nicht in Mode gekommen … . So kommt es denn auch, dass im Sommer die Klimaanlagen in den Hochhäusern der Städte zu den gewaltigsten ‘Stromfressern’ überhaupt zählen!

Einerseits wird zwar bei den Glühlampen etwas Strom eingespart, dennoch andererseits baut man Gebäude, die ohne gigantische Klimaanlagen im Sommer unbenutzbar wären, da sie sonst backofengleich Hitzetote en Masse ‘produzieren’ täten! – Ist das noch logisch?

Wer nicht in einem der ‘Wolkenkratzer’ wohnen oder arbeiten muss, der hat es gut! Auf dem Lande beispielsweise bietet sich zumeist nicht nur eine höhere Bauqualität dar, sondern man kann dort ebenso unter Bäumen Schatten suchen, was aufgrund chronischen Baummangels in der Großstadt nicht immer möglich wäre … . Lohnt es sich deswegen, eher in eine ländliche Gegend zu ziehen, als in der Stadt zu leben?

Nun, die meisten Menschen verschlägt es wohl am ehesten an den Rand der größeren Städte, denn dort haben sie es nicht zu weit in die Stadt, wo sie Besorgungen machen können, und selbst Kuhweiden nebst ländlicher Idylle sind in der Nähe zu finden! Die kleinen Städte in unmittelbarer Nähe von Großstädten sind es also, die zum Wohnen wohl am attraktivsten sind.

Inmitten der großen Stadt finden sich blitzende Bordelle, blinkende Kinos und aufregende Nachtlokale: alles, was das Herz begehrt, oder? – Nun, frische Luft, weite Landschaften, gute Spazierwege, damit kann eine Großstadt dennoch nicht aufwarten! Es stellt sich also die bedeutsame Frage nach den Prioritäten.

Letztendlich muss jeder selber entscheiden, was wichtiger ist: entweder ländliche Ruhe oder städtisches Getummel!

Hallo, Herr Nachbar!

Der Nachbar vom Haus gegenüber winkt freundlich und ruft “Huhu!”. Das ist doch sehr nett! Es gibt schließlich auch Nachbarschaften, in denen nicht mehr “Huhu!” gerufen wird, sondern nur noch “Polizei!” … . Nicht jede Nachbarschaft ist harmonisch, nein, da sind nämlich ebenso Nachbarn, die sofort die Feuerwehr rufen, sobald jemand irgendein Feuer im Garten macht, selbst wenn es nur ein gemütlicher Grillabend werden soll!

Man kann es ja schon fast nicht glauben, wenn der Hund des Nachbarn in den Gärten der ganzen Nachbarschaft seine Häufchen hinterlässt, statt, wie es sich gehört, nur im eigenen Garten sein Geschäft zu machen … . Doch was soll man denken, macht sich der Nachbar auf, auch noch mutwillig den Hausfrieden zu stören?

Gewiss, sobald irgend jemand mit einer Axt versucht, die Tür einzuschlagen, muss und wird die Polizei gerufen werden, um ihres Amtes zu walten! Falls nun aber keine wirkliche Bedrohung vorliegt, was soll man da dann machen? Wen sollte man gegebenenfalls rufen?

So manch ein Nachbar kommt alle Weile an, und will einmal Öl, dann Butter, dann Mehl und und und haben, ohne auch nur im Entferntesten daran zu denken, dass man ja auch nicht immer an die Tür rennen will … . Da es ja auch etwas Wichtiges sein könnte, wenn es an der Tür klingelt, geht man dennoch hin und fragt: “Wer ist da?”.

Ertönt nun die freundliche Stimme gerade desselben Nachbarn, der auch schon ein paar Tage zuvor die Semmelbrösel für sein Schnitzel vergessen hatte, zu kaufen, dann kommt jäh eine herzerwärmende Freundlichkeit auf, frei nach dem Motto: “Du alter Arsch! Denk doch gefälligst selbst an Deine Semmelbrösel! Siehst Du nicht, dass ich müde bin von der Arbeit? Muss ich denn wegen Dir immer unnütz an die Tür laufen?”!

Da steht er auch schon, denkt sich die alleinstehende Frau, doch was hat er jetzt schon wieder? “Ich brauche Wasser für meine Blumen!” sagt er. “Wozu braucht der um 8 Uhr abends von mir Wasser für seine Blumen? Das ist doch Ruhestörung!” denkt sich die gereizte Frau des Hauses. Nun denn, er wird hereingebeten.

Doch, oh Wunder, kaum haben die Blumen ihr Wasser, wünscht er gleich “Schönen Valentinstag!”, und fügt hinzu “Das sind Ihre Blumen! Ich hoffe, sie gefallen Ihnen?”. Da wird dann auch sofort die eben noch gereizte Stimmung wieder lockerer! Wie konnte man nur den Valentinstag vergessen, und ist das nicht ein richtig netter Kerl?

Nicht jeder Nachbar, der am Abend an der Tür klingelt, wartet gleich mit einer solch schönen Überraschung auf, aber man kann ja bekanntlich nie wissen … . Erst vermutet man einen heimlichen Einbrecher, nachher entpuppt er sich dann noch als Charmeur!

Wenn man dem Tag mit offenen Armen begegnet, dann wird er auch schön werden, doch selbst manchmal, in einer weniger guten Stimmung, kann der Tag sich plötzlich ungewohnt entwickeln, und das wiederum hoffentlich meistens zum Positiven hin!

Dach decken

Noch haben wir nicht Sommer. Sobald aber die Hitze wieder aus allen Poren der Hausbewohner herausläuft, dann steht fest: Es ist Sommer! Wer sein eigenes Haus hat, der steht sowieso alle paar Jahrzehnte vor der Wahl: “Was für Dachziegel will ich?”. Schließlich muss ein Haus ja auch dann und wann wieder neu gedeckt werden!

Neben Überlegungen, die neue Technologien, wie zum Beispiel Solarzellen, mit ins Konzept einbeziehen, kann jedoch auch ganz klassisch gedacht werden: Dachziegel gibt es ganz einfach in mehreren Farben! Der eine entscheidet sich dann für dunkle Farben wie Braun oder Schwarz, der andere bevorzugt hingegen eher ein leuchtendes Rot … .

Natürlich ist es einerseits reine Geschmackssache, wie man sein Dach so belegen lassen möchte, denn es nimmt ja auch nicht jeder Wurst und Käse auf sein Brot! Andererseits aber hat selbst die Dachfarbe an sich einen direkten Einfluss auf die Wohnqualität! – Wie geht das überhaupt?

Klar, Farben beeinflussen den Menschen auch psychologisch. Wenn jetzt aber einmal hiervon abgesehen wird, gibt es da noch etwas: Stichwort Wärme! Ein dunkelbraunes Dach wird bei Sonnenschein beispielsweise merklich wärmer als ein hellrotes Dach, was am unterschiedlichen Absorptionsverhalten der Farben liegt. Eine dunkle Farbe absorbiert eben mehr Licht, das dann zu Wärme quasi ‘umgewandelt’ wird, als eine helle Farbe!

Im Winter ist es so im Haus ein bisschen wärmer, solange die Sonne scheint, wenn das Dach dunkel gedeckt ist, während ein helles Dach im Winter leider nicht ganz so viel Wärme spendet. Im Sommer dagegen, wenn die Sonne viel kräftiger strahlt als im Winter, bleibt ein helles Dach deutlich kühler als ein dunkles Dach! Ist es unter diesem Aspekt nicht einleuchtend, lieber ein helles Dach haben zu wollen, ganz besonders im Sommer?

Täte man Häuser nicht weiß streichen, sondern schwarz, dann wären sie im Winter zwar sparsamer im Heizen, da die gesamte Fassade etwas wärmer würde, jedoch im Sommer wären es wahre ‘Backöfen’, wo dann die Köpfe der Bewohner vor Hitze die Röte reifer Tomaten zeigten!

Häuser von außen dunkel zu gestalten, das scheint im Sommer unpassend zu sein, im Winter könnte es jedoch nicht schaden … . Wie man sich selbst beim nächsten Dachdecken letztendlich entscheidet, das will wohl weise entschieden werden!

Helle Kleidung im Mai!

Zuerst fängt das Jahr an, und es ist noch kalt draußen! Dann kommt langsam immer mehr die Sonne zum Vorschein, es wird wärmer, die Blumen sprießen … . Anfang Mai beginnt dann eine Zeit, in der der Winter nur noch mit kaltem Wind präsent ist, der Frühling in voller Blüte steht, und der Sommer schon in jedem Sonnenstrahl zu spüren ist, kurzum: eine turbulente Zeit!

Jetzt, um diese Zeit des Jahres, gibt es wieder deutschen Spargel zu kaufen, und auch so manches andere Gemüse ist wieder frisch am Wochenmarkt erhältlich. Für die Pflanzen ist es die beste Zeit des Jahres, selbst der Mensch fühlt langsam, wie die triste Winterstimmung mehr und mehr einer fröhlichen Sommerstimmung weicht! Gibt es da noch Dinge, über die man sich Sorgen machen würde?

Wenn die Sonne es Einem zu heiß unter der Jacke werden lässt, und doch der Wind noch zu kalt ist, um schon ohne Jacke draußen auszukommen, beginnt das großen An- und Ausziehen, wie jedes Jahr im Mai! Jacke an, zu warm, Jacke aus, zu kalt, dann vielleicht noch einen Schnupfen oder Husten, weil der Wärmehauhalt im Körper konfus ist … . Erkältungen haben gerade in der Übergangszeit zwischen Kalt- und Warmphase ideale Bedingungen, um sich auszubreiten! Was kann man dagegen tun?

Nun, während eine dunkele, ja sogar schwarze, Jacke im Winter noch für die gewisse ‘Extraportion’ an Wärme sorgte, ist im Mai solch eine Jacke fehl am Platze! Eine helle Jacke wäre in der Übergangszeit die bessere Wahl, da sich helle Stoffe bei starker Sonneneinstrahlung deutlich weniger aufheizen als beispielsweise schwarzer Stoff! Warum ist das denn so?

Das Sonnenlicht besteht aus viel mehr Farben, oder auch ‘Wellenlängen’, als unsere Augen es sehen können! Der Teil des Sonnenlichtes, den wir als Wärme wahrnehmen, ist für uns zum Beispiel nicht sichtbar. Wenn wir einen Gegenstand als schwarz wahrnehmen, bedeutet das, er absorbiert alles sichtbare Licht, und reflektiert kein sichtbares Licht.

Selbst wenn in der Praxis kein absolutes Schwarz existiert, kommt Dunkelheit der Absorption gleich, während Helligkeit der Reflektion entspricht. Ein dunkler Stoff absorbiert also mehr sichtbares Licht als ein heller Stoff! Bei der Absorption von Sonnenlicht auf Kleidung wird sichtbares Licht in Wärme quasi ‘umgewandelt’, weshalb eine schwarze Jacke also, bei Sonnenschein, immer deutlich wärmer ist als eine weiße Jacke!

Man kann in der Übergangszeit zwar noch nicht auf eine Jacke verzichten, jedoch ist es gut möglich, durch die gezielte Wahl der Kleidungsfarbe, eben ob hell oder dunkel, einen zusätzlich wärmenden Effekt zu vermindern, oder ihn zu verstärken! Wäre es da nicht besser, in dieser Zeit vermehrt auf helle Kleidungsstücke zu setzen?