Archive for Januar, 2012

Zeitungsannoncen zur Wohnungssuche

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Wohnung zu finden. Man kann sich im Internet umsehen, die Zeitungen durchwühlen, sich bei Freunden umhören usw. .

Wenige Leute jedoch bemerken, dass eine dieser genannten Möglichkeiten zunehmend verschwindet: Wohnungsannoncen in der Zeitung! Wie? Noch nie festgestellt? Da steht dick und fett in einer großen deutschen Tageszeitung: “Bitte nutzen Sie den Immobilienservice von blablawohnung.de … ” .

Wen kümmert es schon? – Im Internet sind doch Bilder dabei, in der Zeitung ist so etwas selten bei Wohnungsangeboten … . Wozu also sollte man nach einer Wohnung über die Zeitung suchen!? Nun, manchmal entpuppt sich so manche Provinzzeitung da noch als Fundgrube für Schnäppchen, billig eine neue Wohnung finden zu können!

Im Internet gibt es folgendes Problem: Wenn ein gutes Angebot online erscheint, ist es so schnell vergriffen wie Würstchen zur Mittagszeit! Der Schnellste kriegt die Wohnung! Was übrig bleibt sind Wohnungen zu einem weniger günstigen Preis … .

Man könnte also ausschließlich das Internet zur Wohnungssuche nutzen. Will man aber sparen, dann sollte auch der eine oder andere Blick in die Lokalpresse geworfen werden!

Gewusst wie!

Warmmiete?

Haben Sie sich auch schon gefragt, warum Ihre Wohnungsmiete in mehrere Teile aufgegliedert ist? Da gibt es die Kaltmiete, die Nebenkosten, und dann wären da noch die Heizkosten. Die Kaltmiete ist das, was der Vermieter für ein paar Quadratmeter Wohnraum haben möchte, damit er die Wohnung instand halten kann. Die Nebenkosten sollen Ihre Wasserversorgung, aber auch Hausmeisterkosten und Müllentsorgung bezahlen.

Die Heizkosten kann man sich wohl am einfachsten erklären: Die Beheizung soll Ihnen eine Wohnqualität vermitteln, die im Winter besonders spürbar ist. Sie sollen nicht frieren müssen, und warmes Wasser sollen Sie auch nicht missen!

Normalerweise zahlen Sie also einen ganzen Haufen Geld für den Komfort, nicht wie ein Höhlenmensch zugig und unterkühlt Ihr Dasein fristen zu müssen, doch das ist es Ihnen wert!

Aber wussten Sie, dass es heutzutage in vielen Mietwohnungen undichte Fenster gibt, oder dass sparsame Heizkörperventile eine Beheizung Ihrer Wohnung auf Schwimmbadniveau technisch unmöglich machen? Oft werden Mietwohnungen nur sehr selten saniert, denn insbesondere die Fenstersanierung in Hochhäusern gestaltet sich oft als schwierig.

Wenn dann bei Sturm die Zugluft einem um die Nase weht, darf man sich vom Hausmeister anhören: “Frische Luft ist doch gesund!”. Dass man gerade zuhause selbst entscheiden möchte, wann man frische Luft bekommt, wird dann gerne mit einem Lächeln ignoriert.

Ähnlich stur gestaltet sich der Heizungsthermostat. Man stellt die Heizung auf ‘volle Pulle’, bettelt den Knauf an, doch mehr ‘Power’ zu geben, doch … alles vergeblich! Es mag kalt und zugig sein, doch die Heizung versiegt im Dauerschlaf und wärmt auf dem Niveau einer Babynuckelflasche, schön lauwarm!

Vor lauter Frust wird dann noch ein elektrischer Heizkörper angeschafft, doch pünktlich zur Jahresabrechnung weiß man, dass es sich gelohnt hat: für die Energieversorgungsunternehmen!

Schimmel?

Kennen Sie das auch? In einer Wohnungsanzeige steht: “Wohnung zu vermieten!”. Nun, das Internet vereinfacht die Suche nach der richtigen Wohnung, denn man kann ja schließlich schon aus der Ferne erkennen, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Da bietet sich einem mal ein schönerer, mal ein nicht so schöner Anblick! Man hört ja von all den Tricks, mit denen manche Vermieter arbeiten … .

Wenn zum Beispiel ein Foto viel zu dunkel abgelichtet ist, deutet das meist auf ein Schimmelproblem hin: Bei Dunkelheit ist ein schwarzer, gelber oder grüner Schimmel schließlich nicht leicht auszumachen, bei normalem Tageslicht dagegen schon!

Seit einiger Zeit aber tummeln sich auf den Online-Immobilienportalen die Angebote mit Wohnungen, die so sauber sind, dass sie geradezu in Weiß erstrahlen! Dazu wird vermerkt: “Frisch weiß gestrichen!”. Das ist doch etwas: Endlich ein Anbieter, der die Sorgen seiner potentiellen Kunden um etwaigen Schimmelbefall ernst nimmt! Keine schlechte Ausleuchtung der Wohnung, alles ist gut ersichtlich und stahlend weiß! Da denkt man doch gerne an die alte Persil-Werbung zurück … .

Da man sich natürlich eine so saubere und vermeintlich schimmelfreie Wohnung nicht durch die Lappen gehen lassen will, unterschreibt man also flink den Mietvertrag und freut sich, eine gute und weise Entscheidung getroffen zu haben! Man tut schließlich etwas für die Gesundheit, wenn man in eine schimmelfreie Wohnung zieht … .

Etwa ein halbes Jahr nach Einzug in die neue Wohnung kommt dann die Frage auf, warum es in den Ecken am Fenster auf einmal immer so duster aussieht … . Kommt dort nicht genug Licht hinein? Doch ein paar Wochen später wird klar: Ein Untermieter wohnt hier gratis! “Wer?” fragen Sie? Nun, es ist der, den man wohl am wenigsten erwartet hätte, in einer so weißen Wohnung: der Schimmel!