Archive for Oktober, 2011

Wie ein Haus gebaut wird

Häuslebauer gibt es viele. Doch nicht jeder scheint auch nur ansatzweise zu erahnen, was mit dem Bau eines eigenen Hauses alles auf sie drauf zukommt. Denn selbst wenn man das geliebte Eigenheim komplett planen und von einer Baufirma errichten lässt, tragen die Bauherren eine große Verantwortung während der Bauphase.

So gibt es zu überdenken, mit welchen Materialien gebaut werden soll. Traditionell Stein auf Stein? Oder doch ein Holzhaus? Wärmeisoliert? Ein Solardach? Fußbodenheizung? Oder was auch immer noch gewünscht wird?

Traditionell wird als erstes die Bodenplatte gegossen, dann die Wände gemauert und im Anschluss die Grundlagen für das Dach erstellt. Nun erfolgt das Richtfest, das erste große Fest für alle Bauherren. Danach geht es an den Innenausbau. Fenster, Türen und die Elektrizität werden eingebaut. Der Estrich wird gegossen und die Innenwände verputzt, Fliesen verlegt und die erste Tapete kommt an die Wand. Das Haus nimmt langsam sein endgültiges Aussehen an und für die Bauherren wie auch die ausführenden Firmen geht ein langer und anstrengender Weg zu ende, der im besten Falle mit einem wunderschön gelungenen Haus gekrönt wird.

Lustige Immobilienmakler

Immobilienmakler sind schon ein lustiges Folk. Vom Hörensagen oder aus diversen Fernsehsendungen bekommt man ein sehr seriöses Bild verkauft. Wenn man solche Persönlichkeiten dann persönlich trifft, wird man enttäuscht, verwirrt oder einfach nur erheitert. Zumindest manchmal. Es mag ja sein, dass Immobilienmakler, die kostspielige Anwesen für reiches Klientel verkaufen, diesem Werbebild entsprechen. Doch meine Erfahrungen waren teilweise fragwürdig bis unterhaltsam. Wenn man beispielsweise mit Wohnungsmaklern zu tun hat, die man meist nicht selbst bezahlen muss, fragt man sich ernsthaft nach dem Sinn eines Maklerdaseins.

Bei unserer Wohnungssuche haben wir uns so gut es ging vorbereitet und wichtige Fragen per Telefon geklärt. Wenn man die Wohnung dann das erste Mal sieht, hat man doch die eine oder andere Frage. Gerade bei solchen Wohnungsmaklern stellt man oft fest, dass sie ziemlich ahnungslos sind. Auf die Fragen nach einem Keller, nach Hundehaltung oder DSL-Anschluss kam nicht selten ein nichts sagendes Kopfkratzen gefolgt von „Ja, das müsste kein Problem sein“.
Ein Wohnungsmaklern ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Die vorgestellte Wohnung hat uns zwar nicht zugesagt, doch der gute Herr war ganz bemüht. Als wir alles gesehen hatten und uns verabschiedeten, reichte er uns eine kleine „Geschenktüte“ und wünschte uns alles Gute. Draußen angekommen holten wir aus der Plastiktüte eine Probepackung Gummibärchen, Buntstifte, die Kontaktdaten des Maklers und einen kleinen lila Stempel mit der Aufschrift „Peter“. Etwas verwirrt und leicht amüsiert gingen wir nach Hause.

Täglich beschallt uns das Fernsehen mit Sendungen, in denen angeblich wohl betuchte Menschen nach einer Luxus Immobilie Ausschau halten. In diesem Zusammenhang werden Räumlichkeiten besichtigt, die die Größe einer Mehrzweckhalle aufweisen und trotz alledem noch kritisiert werden. noch mehr Raum und noch mehr Luxus wird gewünscht. Wenn dann der Preis für das besichtigte Anwesen aufgerufen wird, sieht man noch nicht mal ein kleines Zucken in den potenziellen Käufern. Eine Million oder mehr sind keine Summen, die für einen beschleunigten Puls sorgen.

Doch gibt es wirklich so viele Menschen, die sich so teure Immobilien leisten können und das auch möchten? Oder ist das alles nur Show für eine gute Quote?

Ich sehe das ganze immer ein wenig kritisch. Denn selbst wenn man ein gute gefülltes Bankkonto sein Eigen nennen kann, wüsste ich keinen Grund, warum ich mir ein Haus zulegen sollte, für das ich einen Plan benötige, um alle Zimmer zu finden. 4 Bäder, 6 Schlafzimmer und ein Pool im Keller ist halt nicht das, was mich glücklich macht. Ich bevorzuge dann eher ein kleines und gemütliches Heim, das aufzeigt, dass hier auch gelebt wird. Kein Museum, sondern eine Bleibe, in der man sich wohlfühlen kann. Wo man die Menschen, die mit einem diese Räumlichkeiten bewohnen, auch mal zu Gesicht bekommt, wo man sich an einem gemütlichen Tisch zum Essen trifft und in einem urigen Wohnzimmer gemeinsame Zeit verbringt. Denn ist es nicht das, was ein Leben eigentlich ausmacht?