Archive for April, 2011

Träumen in fremden Betten

Der Mensch verschläft durchschnittlich ein Drittel seines Lebens, meistens im eigenen Bett. Warum nicht mal Traditionen brechen und etwas erleben, wovon man dann am Tage erzählen und zehren kann? Schon als Kind ist es faszinierend, in fremden Betten zu übernachten, warum also nicht mal wieder jung sein und die Faszination des Neuen erleben. Wie wäre es mit einer Übernachtung im kleinsten Koffer der Welt? Klingt verrückt? Ist es auch, aber mit Sicherheit ein Erlebnis. Zu finden ist dieser Koffer in Chemnitz und bietet gerade mal Platz für ein Doppelstockbett, eine Toilette und ein Waschbecken.

Wem das zu normal ist, der sollte bei klirrender Kälte auf der Zugspitze die Nacht in einem Iglu verbringen, eingemummelt in Lammfelle, umgeben von Schnee und Eis. Mehr Abenteuer bietet die James-Bond-Kapsel in Holland. Erfunden hat dieses Kapselhotel der Abfallkünstler Denis Oudendijk. Die Kapseln dienten einst als Hochseerettungskapsel und sind jetzt, mit einfacher, künstlerischer Einrichtung ausgestattet, als Nachtlager für Abenteuerlustige verfügbar.

Für die richtigen Extrem-Schläfer bietet der Waldseilgarten Höllschlucht in Pfronten eine Holzplattform als schwebendes Bett, welches einfach in den Bäumen aufgehangen wurde. In sieben Meter Höhe sollte man seine Blase gut kontrollieren können, denn der Weg zum WC ist mit viel Anstrengung verbunden, je nach gewählter Übernachtungsvariante. Variante drei beinhaltet beispielsweise eine gut belüftete Schlafstätte in 300 Meter Höhe, hängend an einem Bigwall, also einer riesigen Felswand mit bis zu 2.000 Metern Höhe. Mehr oder weniger eine Nacht, wo es fraglich sein wird, ob man überhaupt Schlaf finden kann. Toller Ausblick, aber nichts für Schlafwandler.

Lustiger Umzug

Vergangene Woche sind wir umgezogen und mit drei Kindern ist das nicht “mal eben”. Ich gebe zu, dass ich dem Umzug sehr skeptisch gegenüber gestanden habe und starke Bedenken hatte. Daher bin ich bereits einige Monate zuvor damit angefangen, Überflüssiges wegzuwerfen und andere Dinge gut zu sortieren.

Der Tag der Tage kam und das Umzugsunternehmen hatte unsere Wohnung binnen ein, zwei Stunden komplett leer geräumt und wir sind guter Dinge mit unserem privaten Fahrzeug in den nächsten Ort gefahren – dort wartete unsere absolut neues Eigenheim auf uns. Es dauerte nicht lange und der LKW des Umzugsunternehmens stand vor der Tür und brachte Kiste um Kiste in die entsprechenden Zimmer. Kurz wunderte ich mich über die Schriftfarbe, aber der Gedanke war kurz und auch im Trubel schnell wieder vergessen.

Unsere Möbel waren natürlich nicht in Kartons verpackt und nachdem die starken Männer die Kartons in das Haus getragen hatten, bauten sie zunächst die Möbel in den Kinderzimmern, im Elternschlafzimmer, Büro und Wohnzimmer auf. Kaum zu glauben, aber am späten Nachmittag standen bereits die Möbel! Nach einer kurzen, aber dennoch sehr wohltuenden Kaffeepause entschieden wir uns dafür, nun endlich die Kisten auszupacken. Zugegeben – wir hatten nicht sehr viel Lust und Muße dazu, aber die Kinder benötigten ihre Schlafanzüge.

Ich musste mich beim Auspacken jedoch sehr wundern und schaute nicht schlecht als ich plötzlich schwarze Lackanzüge in der Hand hatte. Was sollte das? Und was sollten wir mit der Reiterpeitsche anfangen? Zum Glück waren die Umzugsherren noch nicht weg und konnten das (peinliche) Missverständnis schnell klären und noch am gleichen Abend bekamen wir unsere eigenen Kartons zurück!

Maren K. aus B.